Campact

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Anne
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Re: Campact

Beitrag von Anne » Mi 8. Jan 2020, 21:56

Wir haben es satt

Bienen und andere Insekten sterben aus – und zwar schneller, als gedacht. Noch können wir das Artensterben stoppen. Am Samstag, den 18. Januar kommen genau die Agrarpolitiker*innen nach Berlin, die in der EU über mehr Artenschutz entscheiden. Wir empfangen sie mit einer riesigen „Wir haben es satt“-Demo und machen ihnen unmissverständlich klar: Rettet die Insekten! Sind Sie mit dabei?

Hallo

Margeriten, Kornblumen und Wiesensalbei sprießen aus dem Boden. Bienen und Schmetterlinge fliegen von Blüte zu Blüte, die Luft ist von Summen und Brummen erfüllt. Ein ganz normaler Frühlingstag – zumindest war das einmal so. Tatsächlich wird es immer leiser auf unseren Wiesen und Feldern. In Deutschland ist der Insektenbestand in den letzten zehn Jahren dramatisch gesunken – teilweise um bis zu 67 Prozent.[1]

Der Grund: Monotone Ackerlandschaften breiten sich immer weiter aus. Hier finden Bienen und Schmetterlinge kaum noch Nahrung. Pestizide rieseln auf die Felder – tödlich für die Insekten. Viele Landwirt*innen wollen etwas für die Bienen tun, können es sich aber nicht leisten. Denn die EU verteilt ihre Agrarhilfen ungerecht: Ökologisch verträglich wirtschaftende Bäuer*innen erhalten kaum Geld, der Großteil geht an die industrielle Landwirtschaft.

Doch es gibt Hoffnung. Wir können jetzt erreichen, dass die EU das Richtige belohnt: Landwirtschaft, die die Artenvielfalt erhält. Demnächst verteilt Brüssel die EU-Agrarsubventionen neu – insgesamt 60 Milliarden Euro pro Jahr. Die Frage ist, wer das Geld bekommt: Geht es wie bisher vor allem an große Agrarfabriken, die auf Monokulturen und Pestizide setzen? Oder vermehrt an Bäuer*innen, die naturnah wirtschaften und so Bienen und Insekten schützen?[2]

Die entscheidenden Agrarpolitiker*innen sind am Samstag, den 18. Januar in Berlin. Wir empfangen sie dort mit einer riesigen „Wir haben es satt“-Demo und machen ihnen unmissverständlich klar: Stoppt das Artensterben. Mit mehr als 90 Organisationen rufen wir zum Protest auf. Bäuer*innen, Imker*innen und Gärtner*innen sowie ganz viele Verbraucher*innen streiten gemeinsam für die Agrarwende. Kommen auch Sie zur Demo in Berlin. Und sagen Sie uns jetzt Bescheid, ob Sie dabei sind – damit wir besser planen können.

Ort: Brandenburger Tor, Berlin (Stadtplanlink)
Zeit: Samstag, 18. Januar 2020, 12 Uhr


Insekten sind das Fundament unserer Artenvielfalt. Sterben sie, fällt ein wichtiger Teil der Nahrungskette weg. Zuerst finden Vögel und Amphibien weniger Futter und verhungern, dann fehlt auch größeren Säugetieren die Nahrung. Es droht der Kollaps des Ökosystems.[3]

Auch für unsere Landwirtschaft hat das Bienen- und Insektensterben katastrophale Folgen. Insekten bestäuben fast alle Wild- und Kulturpflanzen. Ohne sie gäbe es große Ernteausfälle. Experten schätzen den Wert der Bestäubung von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen weltweit auf einen dreistelligen Milliardenbetrag.[3]

Verschwinden Insekten von der Erde, verschwinden viele Lebensmittel von unseren Tellern. Zum Beispiel unser Frühstück – das wäre ohne Bienen und andere Bestäuber ziemlich karg. Kaffee? Kaum noch zu haben oder sehr teuer. Obst? Fehlanzeige, denn ohne Insekten gehen die Erträge um bis zu 90 Prozent zurück. Damit gibt es auch weder Marmelade noch Honig auf unserem Frühstückstisch.[4]

Keine guten Aussichten, oder? Gehen Sie deshalb mit uns auf die Straße, wenn am 18. Januar auf der „Wir haben es satt“-Demo in Berlin Zehntausende Menschen durchs Regierungsviertel ziehen. Können wir mit Ihnen rechnen?
Ja, ich komme


Herzliche Grüße
Lynn Gogolin-Grünberg, Campaignerin

PS: Ackergifte sind nicht nur für Insekten schlecht, sondern schaden auch uns Menschen. Besonders, wenn ein Cocktail aus verschiedenen Chemikalien auf den Lebensmitteln haftet. Untersuchungen haben gezeigt: Auf Himbeeren finden sich bis zu 13 verschiedene Spritzmittel. Toxikolog*innen warnen vor den Gefahren eines solchen Gift-Cocktails.[5] Deshalb gehen wir am 18. Januar für eine Landwirtschaft ohne Gifte auf die Straße. Sind Sie mit dabei?


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Re: Campact

Beitrag von Anne » Sa 11. Jan 2020, 17:29

Liebe Unterstützer*innen,

vor Weihnachten hatte Seehofer bzw. das Bundesinnenministerium uns keinen Termin für die Übergabe der jetzt fast 70.000 Unterschriften einräumen wollen.

Wir lassen aber nicht locker, denn die Situation in den griechischen Lagern wird immer schlimmer:
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 02246.html

So viel wir wissen hat sich noch gar nichts getan. Seehofer lehnt ein Bundesaufnahmeprogramm für die Kinder und Jugendlichen kategorisch ab. Die Anträge der Länder Niedersachsen, Thüringen und Berlin, Kinder im Rahmen eines Bundesprogrammes aufzunehmen, werden nicht beantwortet.

Dabei gibt es von vielen Seiten Unterstützung für unsere Forderung:
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 02717.html

Gerade haben wir eine Antwort vom niedersächsischen Landesinnenministerium bekommen. Trotz vieler schöner Worte besteht da offensichtlich nicht die Bereitschaft, sich jetzt für ein kleines, von Niedersachsen allein finanziertes Aufnahmeprogramm ein zu setzen. https://seebruecke-osnabrueck.de

Sobald es neue Infos gibt, melden wir uns. Aber bis dahin wollen wir noch viel, viel mehr werden!

Bitte schicken Sie einfach noch mal den Link zur Petition an all Ihre Freunde und Bekannte - der eine oder andere hat sie sicher beim ersten Mal übersehen:
https://weact.campact.de/petitions/1-00 ... -aufnehmen

Vielen Dank
Dr. Renate Vestner-Heise (Seebrücke Osnabrück)



Dr. Renate Vestner-Heise hat diese Petition auf WeAct gestartet. Verändern auch Sie Politik mit WeAct und starten Sie eine Petition!.eine Petition starten


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Re: Campact

Beitrag von Anne » Di 14. Jan 2020, 10:25

Mega-Mine: Siemens muss jetzt aussteigen

Inmitten der Feuer-Katastrophe in Australien will der deutsche Siemens-Konzern dort an der größten Kohle-Mine der Welt bauen. Ein Verbrechen an Klima und Umwelt. Doch in Kürze treffen sich die Siemens-Aktionär*innen – und ihnen wollen wir zeigen, dass dem Konzern ein teures PR-Debakel droht, sollte er den Auftrag durchziehen. Jetzt zählt jede Unterschrift – bitte unterzeichnen auch Sie den Eil-Appell an Siemens.


Hallo

Australien brennt, es wüten die schlimmsten Buschbrände in der Geschichte des Kontinents. Die Klimaerhitzung – sie wirkt schon jetzt fatal. Und ausgerechnet im australischen Carmichael (Queensland) soll die größte Kohle-Mine der Welt entstehen.[1] Doch ob dieses Umwelt-Verbrechen geschieht, entscheidet ein deutsches Unternehmen: Siemens.

Alles hängt nämlich an einem kleinen, aber entscheidenden Detail: der Signaltechnik für die Transportbahnen, die die Kohle von der Mega-Mine zum Hafen transportieren sollen. Von dort will sie der Adani-Konzern verschiffen, um sie in Indien zu verbrennen. Das Brisante ist: Alle Unternehmen, die diese Signaltechnik weltweit anbieten, haben abgewunken.[2] Bis auf Siemens. Konzern-Chef Joe Kaeser verkündete: Wir machen das.[3]

Doch wir haben eine letzte Chance, den üblen Deal zu verhindern: die Hauptversammlung von Siemens am 5. Februar in München. Zusammen mit Fridays For Future wollen wir dort einen großen Protest starten. Schon jetzt sind viele Aktionär*innen alarmiert, dass das neue, angeblich so ökologische Image des Konzerns total ramponiert wird.

Wenn Tausende vor Ort sind und sich mindestens 150.000 Bürger*innen hinter unseren Eil-Appell stellen, könnten wir die Sache noch drehen. Bitte unterzeichnen Sie jetzt – und leiten Sie den Appell auch an Freund*innen weiter.


Die Hauptversammlung in München ist eine große Chance. Aber selbst, wenn wir die Mega-Mine dort nicht stoppen können, ist unser Protest ein wichtiges Signal. Es geht an alle Großkonzerne: Investitionen in die Klimazerstörung bedeuten PR-Desaster und Image-Schaden!

Etliche Unternehmen haben das bei der Adani-Mine schon verstanden – sie zogen sich zurück. Und nach einer gemeinsamen Kampagne von Campact-Unterstützer*innen mit unserer Schwesterorganisation GetUp in Australien und dem WWF beendete sogar die Deutsche Bank vor drei Jahren ihre Beteiligung. Damit scheiterte die Finanzierung der Adani-Mine durch Großbanken. Das Projekt ist nur noch am Leben, weil die reaktionäre australische Regierung mit einem Milliardenkredit einsprang.

Und auch bei der Signaltechnik für die Kohlebahnen lief es ähnlich: Wegen der Proteste weigern sich Alstom und Hitachi Rail, sie zu liefern. Jetzt ist nur noch Siemens übrig. Und mit dem deutschen Konzern hängt die ganze Mega-Mine am seidenen Faden. Helfen Sie jetzt, Siemens noch umzustimmen – mit Ihrer Unterschrift.

Klicken Sie hier, um den Eil-Appell zu unterzeichnen hier unterschreiben
Mit herzlichen Grüßen
Christoph Bautz, Campact-Vorstand
Luise Neumann-Cosel, Teamleiterin Kampagnen

PS: Die größte Kohle-Mine der Welt bedroht auch noch das bereits schwer angeschlagene Korallenparadies Great Barrier Reef. Der Kohlehafen der Mine liegt direkt an diesem Naturwunder – der Schiffsverkehr könnte weiteren riesigen Schaden anrichten.[4] Lassen Sie uns diesen Irrsinn jetzt gemeinsam stoppen.


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Re: Campact

Beitrag von kleine-Hexe » Fr 24. Jan 2020, 13:30

Allein mit dem rechten Mob

Rechtsextremisten veröffentlichen Sibel Schicks Wohnadresse im Internet – und drohen ihr mit Mord und Vergewaltigung. In einer WeAct-Petition fordert die Leipziger Autorin Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) auf, Betroffene zu schützen und Täter*innen zu verfolgen. Unterzeichnen Sie jetzt!



verfolgt bis vor die Wohnungstür: Wenn Sibel Schick nach Hause kommt, wartet dort der Hass auf sie. Rechtsextreme wollen die Autorin zum Schweigen bringen. Dafür haben sie sie im Netz ausspioniert – und ihre private Adresse veröffentlicht. Die Botschaft an den Internet-Mob: Macht diese Frau fertig. Der Mob gehorcht.

Man wird sie töten, man wird sie vergewaltigen – das steht in unzähligen Nachrichten, die Sibel Schick bekommt. In grauenhaften Details schildern die Unbekannten, was sie der Autorin antun wollen. Einschüchtern lassen will sie sich davon nicht. Ein schwerer Weg. Denn es gibt kaum Schutz und Hilfe. Deshalb hat Sibel Schick eine Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Sie fordert von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD), das Problem anzuerkennen, Betroffene zu schützen und Täter*innen konsequent zu verfolgen.

Die Bundesregierung spricht viel über Rechte Gewalt und will Kommunalpolitiker*innen besser schützen.[1] Doch was ist mit Menschen, die keine Hilfe, keine Mitarbeiter*innen, keine Partei haben, die sie unterstützen? Die sind erst einmal allein mit der bitteren Realität. „Da stehen meine alte und meine neue Adresse. Wer dahinter steckt, weiß ich nicht. Irgendjemand hat sich sogar die Mühe gemacht, die Namen meiner Eltern und Verwandten aufzulisten”, hält Sibel Schick fest. „Das ist schon ganz schön gruselig.”

Eine unbezahlte Lieferung, ein ekelhafter Brief – und ein Leben mit Unsicherheitsfaktor. Sibel Schick kann sich nie völlig geschützt fühlen. Nicht einmal zu Hause. „Auch ein Troll kann im realen Leben gewalttätig sein. Zumindest kann man das nicht ausschließen.” Mit dieser Ungewissheit sollte niemand leben müssen. Wenn 100.000 Menschen die Petition von Sibel Schick unterzeichnen, sollte Ministerin Lambrecht erkennen: Auch Nicht-Politiker*innen brauchen Schutz, wenn sie solchen Drohungen ausgeliefert sind. Unterzeichnen Sie jetzt!

Erschossen – auf der eigenen Terrasse. So endete das Leben von Walter Lübcke. Ein rechtsextremer Blog hatte zuvor die Adresse des Kasseler Regierungspräsidenten veröffentlicht. Dazu den Kommentar, jemand solle „sich kümmern”. Keine Drohung, sondern eine Aufforderung.[2] Und genauso hat es die rechtsextreme Szene verstanden. Jemand griff zur Waffe und erschoss den Politiker. Der mutmaßliche Täter: ein Rechtsextremer.

Privatadressen veröffentlichen und die Menschen dem Mob ausliefern: Diese Methode nennt man Doxing (vom englischen „Docs” = Dokumente). Dafür sammeln und erbeuten die Täter*innen – teils illegal – private Informationen und legen Listen an.

Wie genau Rechtsrextreme an ihre Adresse gekommen sind, weiß Sibel Schick bis heute nicht. Doch sie ist sicher: „Täter*innen müssen merken, dass ihnen Konsequenzen drohen. Noch setzen sie darauf, dass ihnen nichts passiert”. Doxing zeigt, dass Hass im Internet nicht dort bleibt. Er kommt zu den Betroffenen nach Hause. Man kann an ihm verzweifeln – oder sogar sterben. Die Justizministerin darf bedrohte Menschen nicht dem Hass überlassen. Polizei und Staatsanwaltschaft müssen Doxing erkennen lernen und die Betroffenen schützen. Manuela Marie Giel , unterzeichnen Sie jetzt die Petition an Ministerin Lambrecht!

Hier klicken und WeAct Petitionunterschreiben
Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da viele Campact-Aktive diese Petition unterstützen, möchten wir Sie mit dieser E-Mail gerne darauf hinweisen.

Herzliche Grüße
Das WeAct-Team bei Campact

PS: Hass macht mürbe. Als Sibel Schick zum ersten Mal verstanden hatte, in welcher Gefahr sie schwebt, ließ sie die Tür verschlossen. „Ich wollte nicht mehr aus dem Haus.” Die Polizei sei zwar freundlich und hilfsbereit gewesen. Aber auch ungeschult. „Sie wissen nicht, dass und wie Trolle vernetzt sind und wie die Online-Mobilisierung in der rechten Bubble funktioniert. Man merkt, dass die Polizei damit total überfordert ist.” Die Behörden müssen dazulernen – und den Opfern helfen können. Überzeugen Sie Justizministerin Lambrecht davon und unterzeichnen Sie die WeAct-Petition.


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Re: Campact

Beitrag von Michael » Di 28. Jan 2020, 11:03

Inlandsflüge der Regierung stoppen

Die Klimakrise ist da, doch die Zahl der Berlin-Bonn-Flüge von Regierungsmitarbeiter*innen ist enorm. Nun will CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer umsteuern. Eine Chance für Umweltministerin Schulze (SPD), die das Reisekostengesetz ändern kann: Klimaschutz muss auch bei Reisen der Regierung Vorrang haben. Das fordert Schülerin Sarah in ihrer Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact. Unterstützen Sie die Forderung und unterzeichnen Sie jetzt.


Sarah ist sauer – und zwar richtig. „Die Regierung ist beim Klimaschutz völlig unglaubwürdig. Sie bekommt es nicht einmal hin, einfachste Änderungen im eigenen Haus durchzusetzen“, ärgert sich die 17-jährige Schülerin aus Bonn. Trotz Waldbränden, Überschwemmungen und Dürresommern – die deutschen Regierungsmitarbeiter*innen legen selbst Kurzstrecken unbeirrt mit dem Flugzeug zurück. Rund 230.000 Inlandsflüge waren es allein 2018.[1] Sarah hat deshalb eine Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Ihre Forderung: Bahnfahren und Videokonferenzen statt Fliegen – Klimaschutz muss in den Ministerien selbstverständlich sein.

Jetzt sieht Sarah eine Chance: Anfang Januar hat Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) das Verteidigungsministerium angewiesen, bei Dienstreisen möglichst auf die Bahn umzusteigen.[2] Bisher hielt ihr Haus den Rekord bei Inlandsflügen.[1] Der Vorstoß der CDU-Vorsitzenden ist ein wichtiges Signal – vor allem an den Koalitionspartner. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) kann jetzt – mit Unterstützung der CDU – eine Gesetzesänderung auf den Weg bringen, die Zehntausende Regierungsmitarbeiter*innen bei Dienstreisen verpflichtet, immer das klimafreundlichste Verkehrsmittel zu nehmen.

„Wenn selbst die CDU das Problem erkannt hat, muss das Umweltministerium in SPD-Hand jetzt nachziehen“, sagt Sarah. Mit 100.000 Unterschriften im Gepäck will sie der Ministerin klar machen: Klimaschutz beginnt bei den eigenen Mitarbeiter*innen. Als federführende Ministerin kann Svenja Schulze diese Änderung jetzt durchsetzen. Machen Sie mit und unterzeichnen Sie jetzt die WeAct-Petition.


Seit über einem Jahr engagiert sich Sarah bei den Fridays for Future. Die Vielfliegerei der Regierung ärgert sie, weil sie weiß, dass es auch anders geht. Die Aktivist*innen von Fridays for Future machen es vor. Sie haben in Hunderten Städten die größten Klimademos Deutschlands organisiert, einen Kongress mit Tausenden Teilnehmer*innen auf die Beine gestellt und gemeinsam Forderungen ausgearbeitet – und das alles ohne einen einzigen Flug. „Wenn wir das können, dann kann das die Bundesregierung mit ihren Ressourcen erst recht“, sagt Sarah.

Dabei weiß auch sie: Die Neuregelung des Reisekostengesetzes allein wird das Klima nicht retten. Trotzdem findet sie es wichtig, überall da anzusetzen, wo Veränderung möglich ist. Wenn die Regierung umsteigt, ist das auch ein Zeichen an die Wirtschaft. Denn von Investitionen in das Schienennetz und in die Digitalisierung profitieren auch alle anderen, die diese Infrastruktur nutzen. Unterstützen Sie die Forderung an Umweltministerin Schulze – unterzeichnen Sie jetzt die Petition von Sarah.

Jetzt WeAct-Petition unterzeichnenJetzt WeAct-Petition unterzeichnen

Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da viele Campact-Aktive diese Petition unterstützen, möchten wir Sie mit dieser E-Mail gerne darauf hinweisen.

Herzliche Grüße
Olga Perov, Campaignerin für WeAct

PS: Zusätzlich zu den Reisekosten gibt die Regierung jedes Jahr Millionen an Steuergeldern aus, um die vielen Flüge ihrer Mitarbeiter*innen zu kompensieren.[3] Doch eigentlich müsste die Regierung CO2 einsparen – auch im eigenen Haus. Umweltministerin Schulze kann das jetzt durchsetzen und alle Ministerien zum Klimaschutz verpflichten. Unterzeichnen Sie jetzt die Petition.


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Einige Leute fragen nach dem Geheimnis unserer immer noch glücklichen Ehe.
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Re: Campact

Beitrag von kleine-Hexe » Fr 31. Jan 2020, 08:18

Nein zum Kohleausstiegsgesetz

Es ist ein Desaster: Die Bundesregierung hat das Kohleausstiegsgesetz beschlossen. Sie glaubt, das lästige Kohle-Thema nun los zu sein – doch tatsächlich verfehlt Deutschland mit diesem Gesetz seine Klimaziele krachend. Mit Leserbriefen in allen deutschen Zeitungen zeigen wir, dass wir damit nicht einverstanden sind. Schreiben Sie mit uns an – gegen diesen Kohle-Irrsinn.



Hallo

„Das war eine blutige Grätsche in der Nachspielzeit“, kommentiert Felix Matthes das gestern vom Bundeskabinett verabschiedete Kohleausstiegsgesetz.[1] Der Energieexperte war Mitglied der Kohlekommission, die im letzten Jahr einen Fahrplan für den Kohleausstieg vereinbart hat – ein Kompromiss, mit dem Deutschland die Pariser Klimaziele nicht erreicht hätte.[3] Das Gesetz macht es nun noch schlimmer: Im Vergleich zum Vorschlag der Kommission dürfen Kohlekraftwerke bis 2038 rund 40 Millionen Tonnen CO2 mehr in die Luft pusten.[2]

Das Ziel der Bundesregierung ist klar: Sie will das Kohle-Thema mit dem Gesetz endlich abräumen. Doch so einfach lassen wir sie nicht davonkommen. Wenn Menschen überall im Land in den nächsten Tagen in ihrer Zeitung lesen, dass das Kohleausstiegsgesetz in Wahrheit ein Anti-Klima-Gesetz ist, dann wird klar: Dieser Ausstieg ist ein Flop – und muss politisch neu verhandelt werden.

Dafür schreiben wir Leserbriefe. Sie zählen zu den meistgelesenen Texten in Zeitungen. Die Meinung ihrer Leser*innen ist den Redaktionen – insbesondere in Lokalzeitungen – sehr wichtig. Wir schreiben ihnen deshalb jetzt, warum das Kohleausstiegsgesetz das Klima nicht schützt. Wenn es unser Protest in die Zeitungen schafft, merken Leser*innen und Politiker*innen: Dieser Kohleausstieg kommt nicht gut an.

Dies gelingt uns nur, wenn viele von uns zum Stift oder der Tastatur greifen. Wir bitten Sie deshalb heute: Schicken Sie Ihrer Zeitung einen Leserbrief. Sagen Sie, wie sehr Sie von dem Gesetz enttäuscht sind. Dafür haben wir Ihnen einige Fakten zum Gesetz und ein paar Tipps zum Schreiben eines Leserbriefes zusammengestellt. Machen Sie mit!


Kommt nun der Kohleausstieg? Weit gefehlt: In den nächsten Jahren gehen nur wenige Kraftwerke vom Netz. Viele Meiler laufen noch jahrelang weiter, zusätzlich soll sogar ein neues Kraftwerk in Betrieb gehen.[1] Für Barbara Praetorius, die Co-Vorsitzende der Kohlekommission, ist der Kohlekompromiss mit diesem Gesetz aufgekündigt: Die Regierung setze die „Befriedung dieses gesellschaftlichen Großkonflikts aufs Spiel. Der ist jetzt wieder offen.“[3]

Das Problem: Das Kohleausstiegsgesetz ist noch industriefreundlicher als der ohnehin schon schwache Kohlekompromiss:

Im Rheinland sollen sieben Dörfer abgebaggert und den Tagebauen zum Opfer fallen: Lützerath, Keyenberg, Kuckum, Unterwestrich, Oberwestrich, Berverath und Manheim.[6]

Mit Datteln IV geht dieses Jahr in Nordrhein-Westfalen sogar noch ein neues Steinkohlekraftwerk ans Netz.[1]

In den nächsten Jahren passiert wenig: Zwischen 2023 und 2028 müssen die Betreiber kaum Meiler abschalten. Stattdessen sieht das Gesetz vor, dass viele Kraftwerke erst in den Jahren 2029 und 2038 geballt herunterfahren.[4] Das Problem: Die Blöcke laufen damit noch jahrelang weiter, verfeuern klimaschädliche Kohle und stoßen Unmengen CO2 aus.[2]

Diese Abschaltung auf Raten bekommen die Kohlekonzerne mit gut vier Milliarden Euro vergoldet.[5] Unglaublich: In der Lausitz erhält die LEAG 1,75 Milliarden Euro – ohne ihre Kraftwerke früher als geplant abzuschalten.[1]

Die Großdemo am Hambacher Wald, Fridays-for-Future-Streiks, Bagger-Besetzungen: In den letzten Jahren haben Hunderttausende Menschen für den Klimaschutz gekämpft und die Bundesregierung zum Kohleausstieg gedrängt. Sie glaubt nun, dass sich unser Protest mit diesem Gesetz erledigt hat. Doch da hat sie sich getäuscht – und wir können jetzt mit unseren Leserbriefen die öffentliche Stimmung beeinflussen.

Unsere Aktion funktioniert nur, wenn möglichst viele Menschen mitmachen. Wir bitten Sie deshalb: Melden Sie sich bei Ihrer Lokalzeitung, einer überregionalen Zeitung oder dem Wochenblatt und schreiben Sie einen Leserbrief!

Klicken Sie hier für genauere Informationen
Herzliche Grüße
Inken Behrmann, Campaignerin

PS: Das Kohleausstiegsgesetz ist eine absolute Enttäuschung – der Ausstieg lässt sich nur mit dem Fernglas am Horizont erahnen. Was völlig fehlt: ein Fahrplan, wie Deutschland das Erneuerbare-Energien-Ziel von 65 Prozent bis 2030 erreichen kann. Ohne den weiteren Ausbau der Erneuerbaren sind die Klimaziele jedoch ernsthaft in Gefahr.[2] Das nehmen wir nicht hin. Schreiben Sie jetzt einen Leserbrief!


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Re: Campact

Beitrag von Dragon » So 2. Feb 2020, 12:02

diese Kampagne wurde gerade auf WeAct – der Petitionsplattform von Campact – gestartet. Wenn Sie die Petition unterstützen möchten, können Sie hier unterzeichnen:



Gestartet von: Susanne Jung (Solarenergie-Förderverein)
Kein AUS für Solaranlagen nach 20 Jahren
An: An: Bundesregierung
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UNSERE FORDERUNG
Zum 1. Januar 2021 werden die ersten Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 114 MWp aus der 20-jährigen EEG-Förderung herausfallen. In den Folgejahren folgen immer mehr Anlagen. Bis zum Jahr 2025 sind über 1 GWp Solarleistung davon betroffen.

Nach den bisherigen gesetzlichen Regelungen in Deutschland haben Anlagenbetreiber nach EEG-Förderende keinen Anspruch auf Abnahme und Vergütung des erzeugten Stroms. Die einzigen Möglichkeiten bestehen darin, den erzeugten Strom aus Ü20-Anlagen vollständig selbst zu verbrauchen oder direkt zu vermarkten. Beide Lösungen gehen mit erheblichen Zusatzinvestitionen, erhöhten jährlichen Betriebskosten und damit zunehmenden Risiken einher. Für jede Kilowattstunde Solarstrom, die zur Eigenversorgung genutzt wird, muss außerdem nach aktuellem Stand 40 % der EEG-Umlage abgeführt werden.

Damit besteht die Gefahr, dass voll funktionsfähige und robuste Photovoltaikanlagen frühzeitig abgebaut werden. Diese Situation widerspricht den Grundsätzen einer ökologisch nachhaltigen und dringend notwendigen Energiewende im Strombereich und den Vorgaben der EU-Richtlinie 2018/2001.

Die Unterzeichner der Resolution fordern die Bundesregierung auf
- anzuerkennen, dass funktionstüchtige Photovoltaikanlagen auch nach Auslauf der EEG-Förderung ein wichtiger Bestandteil der Energiewende bleiben müssen,

- festzustellen, dass Strom aus jeder Photovoltaikanlage unabhängig von deren Alter weiterhin wie bisher vom Netzbetreiber abgenommen werden muss,

- festzustellen, dass ein Weiterbetrieb nur dann sichergestellt ist, wenn Anlagenbetreiber die Möglichkeit erhalten, den wirtschaftlichen Betrieb der Anlage fortzuführen,

- zu beschließen, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen für den Weiterbetrieb (z. B. Messung) so einfach und kostengünstig wie möglich gestaltet werden,

- zu beschließen, dass die EU-Richtlinie 2018/2001 zur Förderung Erneuerbarer Energien unverzüglich bis spätestens zum Jahresende 2020 in deutsches Recht umgesetzt wird und damit wichtige Grundvoraussetzungen für den Weiterbetrieb der Anlagen geschaffen werden.

Dazu gehören:
a) für netzeingespeisten Strom pro Kilowattstunde (unabhängig vom Alter der Anlage) mindestens den Börsenstrompreis auszuzahlen (Art. 21 Nr. 2d EU-RL)

b) und zusätzlich den langfristigen Wert des Solarstroms für das Netz, die Umwelt sowie die Gesellschaft bei der Festlegung der Einspeisevergütung angemessen zu berücksichtigen (Art. 21 Nr. 2d EU-RL) sowie

c) auf eigenverbrauchten und durch Dritte in örtlicher Umgebung zur Photovoltaikanlage genutzten Solarstrom keine Abgaben und Umlagen zu erheben. (Art. 21 Nr. 3 c u. 4 EU-RL)

Diese Petition wird bereits von zahlreichen Initiativen und Verbänden unterstützt


„Jede Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren Energien kann Fossil- und Atomstrom aus dem Stromnetz verdrängen. Wir können es uns in Zeiten einer rasant fortschreitenden Klimakrise nicht leisten, auf Solarstrom aus intakten und leistungsfähigen Anlagen zu verzichten.

Es ist deshalb nicht hinzunehmen, dass noch immer kein wirtschaftlich zuverlässiges und nachhaltiges Anschlusskonzept für Solarstromanlagen besteht, die nach 20 Jahren aus der Vergütung fallen.“



Wenn hier kein Bild angezeigt wird, müssen Sie die Anzeige von Bildern freischalten!
Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist keine Kampagne von Campact. Wir haben Sie und weitere zufällig ausgewählte Campact-Aktive angeschrieben, um zu sehen, was Sie von der Petition halten. Ob wir die Petition weiteren Campact-Aktiven empfehlen, hängt auch von Ihrer Teilnahme ab. Wenn Ihnen das Thema wichtig ist, unterzeichnen Sie bitte und leiten Sie die Petition an Freundinnen und Freunde weiter.

Unterstützen Sie das Anliegen von Susanne Jung (Solarenergie-Förderverein)?

zum Unterzeichnen klicken Sie bitte hier

Vielen Dank und herzliche Grüße Ihr Campact-Team


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Re: Campact

Beitrag von kleine-Hexe » Di 4. Feb 2020, 13:46

Die Zivilgesellschaft bangt

Proteste gegen Kohlekraft, Appelle für eine Reichensteuer, Demos gegen Antisemitismus – alles nicht gemeinnützig. Unzähligen Initiativen droht deswegen das Aus. Das Gemeinnützigkeitsrecht muss dringend reformiert werden, aber die Finanzverwaltung bremst. Deswegen wollen wir jetzt Gespräche mit den Zuständigen der 16 Bundesländer führen und uns dafür juristische Beratung einholen. Mit Ihrer Spende schaffen wir das.

eine Ministerin und ein Konzernboss posieren vor der Kamera. Sie lobt seine Unternehmensstrategie. Er lächelt zufrieden. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner übernimmt bei diesem Treffen im Sommer fast wortgleich die Positionen der Nahrungsmittelindustrie. Beim Zusehen fühlt sich das alles falsch an, unangenehm.

Aber: Es ist normal, dass Lobbyverbände Politiker*innen beeinflussen. Für die Zivilgesellschaft hingegen ist es immer schwerer, sich Gehör zu verschaffen. Im schlimmsten Fall riskiert sie dabei sogar ihre Gemeinnützigkeit – und damit ihre Lebensgrundlage.

Vier Organisationen hat es im letzten Jahr bereits getroffen, auch Campact. Und viele weitere Vereine könnte es bald erwischen – weil sie sich für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und gegen Rechtsextreme stark machen. Die Kernfrage ist: Warum haben Parteien und Lobbyverbände mehr Privilegien als Millionen Menschen in der Zivilgesellschaft, die sich zusammentun, um etwas zu bewegen?

Wir denken: Nur eine Reform des Gemeinnützigkeitsrechts sichert die wichtige Stimme der Zivilgesellschaft. Die Chance ist da: Zusammen mit Partnerorganisationen konnten wir bereits einen Gesetzentwurf von Finanzminister Olaf Scholz stoppen, der alles noch schlimmer gemacht hätte. Nun liegt die Reform wieder bei den Mitarbeiter*innen der Finanzministerien von Bund und Ländern. Dort arbeiten sie gerade an den neuen Paragrafen.

Jetzt gibt es also die Möglichkeit, unsere Forderung zu platzieren. Doch viel Zeit bleibt nicht, und der Aufwand ist riesig: Alle 16 Bundesländer sind an diesem Prozess beteiligt. Hinzu kommt: Es gibt viele Mitarbeiter*innen in den Finanzverwaltungen, die Vorbehalte gegen eine Reform der Abgabenordnung haben. Sie sehen nicht, dass der Staat neben Kleingärten und Hobbysport auch Menschen fördern sollte, die unsere Demokratie stark machen. Gerade in Zeiten wie heute.

Der Reformgegner*innen schieben gerne vor, dass politisches Engagement aus verfassungsrechtlichen Gründen im Gemeinnützigkeitsrecht nichts zu suchen hätte. Um das zu entkräften, wollen wir ein umfangreiches Rechtsgutachten von einem renommierten Jura-Professor einholen und uns von Jurist*innen beraten lassen. Nur so können wir die Referent*innen, Abteilungsleiter*innen und Minister*innen überzeugen. Das alles kostet Geld. Wir bitten Sie deswegen heute sehr herzlich um Ihre Spende. Lassen Sie uns gemeinsam eine Reform anschieben, die unsere lebendige Zivilgesellschaft sichert. Schon mit 5 Euro helfen Sie enorm!


In der Öffentlichkeit sieht es oft so aus, als ginge es nur um die großen Organisationen wie Campact oder Attac. Aber das stimmt nicht. Es geht genauso um das Kulturzentrum im Ort, den eigenen Sportverein, die lokale Umweltinitiative. Denn Gemeinnützigkeit ist nicht irgendein Status. Gemeinnützigkeit ist unverzichtbarer Baustein des Ökosystems Zivilgesellschaft – ohne sie stirbt das System ab.

Dank der Gemeinnützigkeit kann eine Organisation Veranstaltungsräume günstiger mieten und in der Fußgängerzone einen Infostand aufbauen. Sie kann Partnerin von Stadt oder Kommune werden – zum Beispiel im Sport oder in der Jugendhilfe. Und schließlich der wichtigste Punkt: die Finanzierung. Nur wer gemeinnützig ist, hat Zugang zu Fördergeldern von Stiftungen oder öffentlichen Stellen – und ist von vielen Steuern befreit. Wie sollen sich Vereine selbstlos für mehr Demokratie, Frieden und Klimaschutz einsetzen, wenn sie Angst haben müssen, damit ihre Existenz zu gefährden?

Die vielen gemeinnützigen Initiativen brauchen jetzt Sicherheit. Scholz und die Finanzminister*innen der Länder debattieren gerade über den neuen Entwurf. Wir müssen schnell daran arbeiten, dass das Gesetz unsere lebendige Zivilgesellschaft schützt. Das ist viel Arbeit – doch mit Ihrer Unterstützung schaffen wir das. Bitte spenden Sie jetzt. Schon 5 Euro helfen dabei, die Zivilgesellschaft zu schützen!


Herzliche Grüße
Ann-Kathrin Seidel, Campaignerin

PS: Das Gemeinnützigkeitsrecht wirkt besonders abstrus, wenn man sieht, wer neben gemeinnützigen Vereinen alles steuerliche Vorteile genießt: die rechtsextreme AfD, Wirtschaftsverbände, wirtschaftsnahe Stiftungen. Sie alle nehmen politisch Einfluss – aber ohne das Allgemeinwohl als Richtschnur. Hingegen werden die, die sich für die Allgemeinheit einsetzen, schlechter gestellt. Das ist nicht zu verstehen – und gehört geändert. Bitte spenden Sie jetzt!

Spenden Sie jetzt! Danke!
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Re: Campact

Beitrag von Michael » Di 4. Feb 2020, 15:11

Liebe Unterstützer*innen der Petition 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Griechenlandaufnehmen!,

inzwischen konnten wir die Petition mit mehr als 70.000 Unterschriften an den Staatssekretär im Innenministerium, Stephan Mayer,übergeben. Doch im Innenministerium ist noch keine Bewegung zu erkennen: Zwar hat sich am vergangenen Mittwoch (29.01.) mitBremenein weiteres Bundesland für die Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen aus den griechischen Flüchtlingslagern ausgesprochen. Doch am gleichen Tag lehnte der Bundestag - mit den Stimmen der CDU/CSU und SPD - zwei Anträge zur humanitären Aufnahme von schutzbedürftigen Menschen ab. Dabei gibt es bereits mehr als 120 Städte und Kommunen, die die Menschen bei sich aufnehmen wollen.


Deshalb ruft die Seebrücke am Samstag, den 8. Februar, zu einem bundesweiten Aktionstag auf!

Vor den Wahlkreisbüros von CDU, CSU und SPD werden wir mit improvisierten Zeltlagern protestieren. Wir fordern die Bundestagsabgeordneten auf, sich dafür einzusetzen, dass Innenminister Seehofer seine Blockade aufgibt und den Ländern und Kommunen ermöglicht, den Kindern in Griechenland zu helfen. Als Abgeordnete der Großen Koalition tragen SPD und CDU/CSU eine direkte Verantwortung dafür.

Um den Abgeordneten zu zeigen, dass viele Menschen und Kommunen den Kindern helfen wollen, müssen wir an diesem Aktionstag viele werden. Kommen auch Sie zum Aktionstag in Ihrem Ort und bringen Sie Familie und Bekannte mit!

Hier können Sie sehen, wo es am 8.2. eine Aktion in Ihrer Nähe gibt: Aktionskarte
Die Karte wird laufend aktualisiert und es kommen jeden Tag neue Städte hinzu.


Wenn es Ihnen nicht möglich ist, am Aktionstag teilzunehmen, können Sie trotzdem etwas tun: Schreiben Sie eine E-Mail an den Innenminister und fordern Sie ihn auf, seinen Widerstand gegen die Aufnahme der Kinder aufzugeben. Das geht ganz einfach, wenn Sie auf diesen Link klicken: E-mailschreiben
(Den vorbereiteten Text und Betreff können Sie natürlich gerne noch verändern.)


Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Dr. Renate Vestner-Heise (Seebrücke Osnabrück)


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Re: Campact

Beitrag von Michael » Do 6. Feb 2020, 11:50

FDP: Gemeinsame Sache mit Rechtsextremen

Es ist erschütternd: In Thüringen lässt sich FDP-Mann Thomas Kemmerich mit den Stimmen der rechtsextremen AfD um den Faschisten Björn Höcke zum Ministerpräsidenten wählen. Und die CDU macht auch noch mit. Das ist nicht nur eine Schande – sondern ein Verbrechen an unserer Demokratie. Wir fordern von Kemmerich, sofort zurückzutreten, damit es Neuwahlen gibt! Bitte unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell!



der bislang unbekannte FDP-Politiker Thomas Kemmerich ist neuer Ministerpräsident von Thüringen. Das Unfassbare: Er hat sich ganz bewusst mit den Stimmen der rechtsextremen AfD ins Amt wählen lassen. Auch die CDU-Fraktion hat gemeinsame Sache mit den Abgeordneten rund um den Faschisten Björn Höcke gemacht.[1]

Das ist ein furchtbarer Tabubruch. Denn bislang galt unter Demokrat*innen: Rechtsextremisten dürfen nie wieder Einfluss auf die Geschicke unseres Landes haben. Kemmerich selbst hatte vor der Wahl noch jede Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.[2]

Um den Schaden zu begrenzen, hilft nur: Kemmerich muss umgehend wieder zurücktreten. Das würde den Weg für Neuwahlen freimachen – und damit für eine demokratische Regierung ohne Einfluss von Rechtsradikalen.

Unsere Bitte: Unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell mit der Rücktrittsforderung an den FDP-Mann. Wir setzen darauf, dass Hunderttausende unsere Demokratie schützen – auch Sie, Manuela Giel.

klicken Sie hier um den Eil Apell zu unterzeichnen
Herzliche Grüße
Ihr Campact-Team

PS: Im Jahr 1930 bezogen erstmals bürgerliche Parteien faschistische Kräfte in die Regierung mit ein. Das war ebenfalls in Thüringen. Bitte stoppen Sie jetzt diese Wiederholung der Geschichte – unterzeichnen Sie unseren Eil-Appell!


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