Campact

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Michael
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Re: Campact

Beitrag von Michael » Fr 15. Nov 2019, 12:33

Altmaier stoppen: Windkraft retten!

Die Windkraft liegt am Boden – und der Wirtschaftsminister tritt nach: Statt Ausbau-Hürden zu reduzieren, will Peter Altmaier sogar neue errichten. Die Alternative zum Klimakiller Braunkohle und zigtausende Arbeitsplätze sind in Gefahr. Umweltministerin Schulze muss Altmaier jetzt stoppen.

Hallo

was Peter Altmaier vorhat, ist der Todesstoß für die Windkraft: Sein neues Gesetz [1] stoppt die wichtigste Alternative zu Kohle, Gas und Öl. Die Flächen für Windräder will der CDU-Wirtschaftsminister so weit begrenzen, dass weiterer Zubau fast unmöglich ist.

Die Windkraft leidet schon jetzt. Vor zwei Jahren gab es zehnmal so viele neue Anlagen wie bisher in 2019.[2] 35.000 Arbeitsplätze gingen seitdem in der Zukunftsbranche verloren.[3] Letzten Freitag verkündete der Windkraft-Hersteller Enercon, dass er weitere 3.000 Arbeitnehmer*innen entlassen muss.[4] Die Firmen leiden unter dem unflexiblen Ausschreibungszwang und langwierigen Genehmigungsverfahren. Altmaiers neues Anti-Windkraft-Gesetz macht jetzt alles noch schlimmer.

Mit einem Appell fordern wir Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, Altmaier aufzuhalten und den Ausbau Erneuerbarer Energien zu retten. Die SPD und ihre Ministerin sind bereits besorgt: Die klägliche Klimapolitik hat ihnen die Halbzeit-Bilanz der GroKo verhagelt. Kurz vor ihrem Parteitag können sie eine weitere Welle der Kritik rund um ihre Klimapolitik nicht gebrauchen. Jetzt müssen Schulze und Co. spüren: Wenn sie dieses Gesetz durchgehen lassen, bricht der Protest über sie hinein.

Sobald wir mehr als 100.000 Unterzeichner*innen zusammen haben, wollen wir der Umweltministerin unseren Appell überreichen. Wir fordern Schulze auf: Stoppen Sie die Zerstörung der Windenergie. Stellen Sie sicher, dass auch Ihre Unterschrift noch bei Schulze ankommt und unterzeichnen Sie direkt!


Alle Umweltverbände, Gewerkschaften und Industrieverbände sind sich einig – was für eine seltene Verbindung. Altmaiers Angriff auf die Windkraft schweißt sie zusammen. Seine neuen Regeln würden „alle weiteren Bemühungen zur Stärkung des Windenergieausbaus zunichtemachen und die Windenergie an Land dramatisch schwächen“. So heißt es in einem Brandbrief.[5] Veröffentlicht haben ihn vorgestern unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB, der Industrieverband BDI und der Bund der Deutschen Energiewirtschaft (BDEW).

Die Verbände warnen: Altmaiers Pläne als Teil des Klimapakets würden der Windkraft noch einmal 50 Prozent der Flächen für neue Windräder wegnehmen. Und die sind schon jetzt durch rigide Auflagen dünn gesät. Das geplante Gesetz erinnert fatal an die Situation der Solarindustrie vor sieben Jahren.

Damals hatte die Regierung massiv die Förderbedingungen für Sonnenenergie im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verschlechtert.[6] Die Folge: Der Zubau an Photovoltaikanlagen brach zusammen – und mit ihm die mittelständisch geprägte Solarbranche. Besonders in strukturschwachen Gebieten verloren Zehntausende ihre Arbeit.[7] Die international führende Stellung der deutschen Solartechnik ging für immer verloren.

Das darf sich nicht wiederholen. Mit der Windkraft steht auch eine international viel beachtete Erfolgsgeschichte auf dem Spiel: wie konsequenter Klimaschutz zum Jobmotor wird. Denn die Klimakrise können wir nur lösen, wenn Millionen Menschen daran arbeiten: am Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz. An einem besseren Bahnverkehr und energetischen Sanierungen. Warum Elon Musk vorgestern entschieden hat, seine neue Mega-Fabrik für Tesla E-Autos in Brandenburg zu errichten? Weil es dort so viel Ökostrom aus Solar- und Windkraft gibt.[8]

Jetzt müssen wir gemeinsam sicherstellen, dass der Windkraft nicht das Schicksal der Solarenergie widerfährt. Umweltministerin Schulze muss den Angriff von Altmaier stoppen – zeigen Sie ihr, dass die Windkraft nur dann eine Zukunft hat, wenn sie jetzt handelt!
hier unterschreiben
Herzliche Grüße
Damian Ludewig, Teamleiter Kampagnen
Christoph Bautz, Campact-Vorstand

PS: Mit Altmaiers Plänen könnte der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung sogar zurückgehen:[9] Viele alte Windräder der ersten Generation werden in den nächsten Jahren unrentabel. Wegen der neuen Regeln dürfen sie nicht durch moderne Anlagen ersetzt werden. Weniger Windstrom als Teil eines Klima-Pakets – absurder geht es kaum.


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Re: Campact

Beitrag von Anne » Di 19. Nov 2019, 08:19

Das giftige Gesetz

Rückwärtsgang beim Klimaschutz: Peter Altmaier will Kohlemeiler laufen lassen und attackiert die Windkraft. In zwei Wochen fällt die Entscheidung über das Gesetz des Wirtschaftsministers. Doch erst kommen wir! Vier Tage zuvor gehören die Straßen unserem Protest – überall in Deutschland. Gemeinsam mit Fridays for Future und vielen anderen Partner*innen können wir Hunderttausende werden – und die Pläne von Altmaier stoppen. Seien Sie am Freitag, 29. November dabei, bei Ihnen vor Ort!



erst ist es „nur“ viel zu klein – doch jetzt wird es richtig giftig: Statt eines Klimapakets droht uns ein regelrechtes Anti-Klima-Paket. Mit dem Gesetz von CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier wird in den nächsten vier Jahren kein einziges Kohlekraftwerk abgeschaltet. Danach dürfen die Kohle-Konzerne selbst wählen, wann und ob sie ihre Meiler abschalten – Ausstieg adé! Gleichzeitig will Altmaier die Energiewende endgültig abwürgen, indem er neue Windräder fast überall verbieten lässt.[1]

Am 3. Dezember fällt die Entscheidung über Altmaiers Gesetz.[2] Doch noch können wir es verhindern. Denn nur vier Tage vorher, am Freitag, den 29. November, haben wir zusammen mit Fridays for Future etwas Großes vor: Den zweiten deutschlandweiten Klimastreik mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.[3] So knapp vor der Entscheidung kann das die Stimmung in der GroKo kippen.

Alles hängt jetzt an der SPD. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat bereits gegen die Pläne von Altmaier protestiert: „Wir können das in dieser Form nicht machen“, sagte sie am Donnerstag.[4] Ob sie und andere kritische Stimmen sich in der Koalition durchsetzen, hängt auch davon ab, wie laut wir jetzt sind.

Damit unser Protest ankommt, müssen wir überall sein. Und es sieht gut aus: Schon jetzt stehen 340 Demos von der Küste bis zu den Alpen. Für einen Streiktag, der die Koalition erschüttert, müssen wir uns alle bewegen: vom Wohnzimmer auf die Straße, vom Bürostuhl zur Klima-Aktion. Bitte: Kommen Sie am Freitag, den 29. November zum Klima-Streik bei Ihnen vor Ort – und sagen Sie uns jetzt gleich, ob Sie dabei sind, damit wir besser planen können. Auf dieser Karte finden Sie die nächstgelegene Aktion:

Altmaiers Attacke auf die Windkraft hätte desaströsen Folgen für den Klimaschutz. Denn die Windenergie ist die tragende Säule der Energiewende in Deutschland – ohne schnellen Ausbau können wir die Klimaziele nicht erreichen.[5] Das Schlimmste: Drückt Altmaier sein Gesetz jetzt durch, kann es klimafeindliche Regeln auf Jahre zementieren. Denn neue Planungsverfahren bremsen die Windkraft langfristig aus.[6]

Sogar der konservative Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) und die Gewerkschaften kritisieren den Vorschlag scharf.[2] Grund genug für Teile der SPD, sich zu positionieren. Die Kandidatin zur SPD-Parteichefin Saskia Esken hatte mehr Klimaschutz bereits zur Bedingung für die Weiterführung der Großen Koalition erklärt.[7] Jetzt müssen mehr Menschen in der SPD Stärke zeigen – und die Attacke auf den Klimaschutz in der Koalition stoppen. Wir können sie überzeugen, sich mit der Union anzulegen.

Betriebe schließen am Freitag früher und gehen mit allen Mitarbeiter*innen zum Klimaprotest. Ganze Kita-Gruppen, Freiwillige Feuerwehren und Vereine kommen geschlossen zum Streik – und das nur vier Tage vor der Entscheidung über Altmaiers Gesetz. Das macht der SPD klar: Sie muss den Angriff auf den Klimaschutz verhindern. Deshalb bitten wir Sie: Nehmen Sie sich am 29. November früher frei, verabreden Sie sich mit Kolleg*innen aus dem Betrieb, mit Ihren Kindern oder Enkeln und kommen Sie zum Klima-Protest bei sich vor Ort!

Ich komme zum Klima-Streik
zum Klimastreik
Herzliche Grüße
Inken Behrmann, Campaignerin

PS: Weiter so? Lieber nicht! Denn aktuell steuern wir auf eine Klimaerhitzung um drei Grad zu.[8] Verhindern können wir das nur noch, wenn wir jetzt umsteuern. Doch die Bundesregierung plant das Gegenteil: Mit ihrer Zerstörungskampagne gegen die Windkraft lähmt sie die Energiewende. Noch können wir das verhindern – mit unserem deutschlandweiten Protesttag am Freitag, 29. November. Seien Sie dabei!


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Re: Campact

Beitrag von Anne » Di 19. Nov 2019, 08:20

fast 100.000 Menschen und mehr als 30 NGOs aus ganz Europa haben unseren Brief an EU-Politiker*innen bereits unterzeichnet -- und fordern ein Ende von Greenwashing im Finanzsektor.

Doch das könnte nicht genügen: Schon diesen Mittwoch könnte eine Entscheidung fallen -- und Atom- und Finanzkonzerne tun alles dafür, das Gesetz zu sabotieren. Um die Konzernlobbyist*innen zu stoppen und ein Gesetz zu erreichen, das unsere gesamte Wirtschaft grüner macht, kommt es auf jede Stimme an -- auch auf Ihre, Manuela. Sind Sie dabei?

JA, ich unterzeichne den Brief und fordere die EU auf, Greenwashing im Finanzsektor zu beenden!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Clemens und das Team von SumOfUs

Hier noch einmal unsere ursprüngliche E-Mail zu diesem Thema:



Der Regenwald brennt -- und skrupellose Finanzkonzerne verdienen daran, die grüne Lunge unseres Planeten für Plantagen zu zerstören.

Die EU will neue Regeln festlegen, damit Geldanlagen den Planeten nicht zerstören, sondern schützen. Doch die Gegner*innen laufen bereits Sturm -- das Gesetz droht zu kippen und wir müssen schnell reagieren.

Fordern Sie jetzt die EU auf, am Gesetz gegen Greenwashing festzuhalten!

Petition Unterzeichnen



Finanzkonzerne verkaufen uns im großen Stil vermeintlich "grüne" Investments. Aktuell sind 30 Billionen Euro in solchen Fonds angelegt -- das ist mehr Geld als die USA, Deutschland, Großbritannien und Frankreich zusammen in einem Jahr erwirtschaften. Das Problem: In Wahrheit legen die Finanzkonzerne unser Geld in Öl, Atomkraft und Braunkohle an.

Doch es gibt Hoffnung: Die EU will diese Täuschung der Verbraucher*innen per Gesetz beenden. Die entscheidenden Verhandlungen haben gerade begonnen -- doch die Verbündeten der Finanz- und Kohlekonzerne setzen alles daran, das Gesetz zu verhindern.

Wir müssen jetzt handeln, denn wir haben eine historische Chance: Wir können Greenwashing mit einem Schlag beenden und dafür sorgen, dass unser Geld in Zukunft für die Rettung des Planeten eingesetzt wird.

Fordern Sie die EU jetzt auf, am Gesetz gegen Greenwashing festzuhalten und Finanzkonzerne zum Umweltschutz zu verpflichten!

Die EU hat erkannt, dass skrupelloses Greenwashing die Zerstörung unseres Planeten vorantreibt: Deshalb will sie nun klare Kriterien für grüne Finanzprodukte aufstellen.

Doch Lobbyist*innen versuchen das Gesetz aufzuweichen, Schlupflöcher einzubauen und das Vorhaben auf Jahre zu verschieben. Die EU darf dem Druck der Lobbyist*innen nicht nachgeben. Daher fordern wir:

Das Gesetz darf nicht verschoben werden, es muss 2020 in Kraft treten -- wir haben schon viel zu lange gewartet!
Das Gesetz muss für die gesamte Finanzindustrie gelten -- keine Schlupflöcher für Finanzkonzerne!
Das Gesetz muss sozial und fair sein -- denn Umweltschutz darf nicht gegen Arbeitnehmer*innenrechte ausgespielt werden!
Ob Bayer, Nestlé oder McDonald’s -- gemeinsam haben SumOfUs-Mitglieder wie Sie immer wieder Konzerne in die Schranken gewiesen, die ihre Profite über den Schutz des Planeten stellen wollten. Mit einer EU-weiten Regelung für grüne Investments können wir nun mit einem Schlag das gesamte Finanzsystem verändern -- sind Sie dabei?

Fordern Sie die EU jetzt auf, am Gesetz gegen Greenwashing festzuhalten und Finanzkonzerne zum Umweltschutz zu verpflichten!


Petition unterzeichnen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Clemens und das Team von SumOfUs


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Re: Campact

Beitrag von Michael » Sa 23. Nov 2019, 11:33

ie Bauern sind los: Zu Tausenden rollen sie mit ihren Treckern durch die Innenstädte. 2.500 Schlepper waren es letzte Woche in Hamburg[1], nächste Woche wollen noch mehr nach Berlin kommen. Und ja: Für ihren Ärger haben sie allen Grund. Von den Dumpingpreisen der Discounter können nur noch die Betriebe gut leben, die Turbo-Landwirtschaft betreiben. Das heißt auch: Immer mehr kleinere Landwirt*innen geben auf.[2] Dabei brauchen wir sie dringend. Denn ihre Art zu wirtschaften schützt Insekten und unsere Artenvielfalt.

Was besonders schlimm ist: Ausgerechnet die Agrarindustrie kapert den legitimen Protest der Bäuer*innen. Bei vielen Demos ziehen die Funktionär*innen des „Bauernverbands“ im Hintergrund die Fäden. Seine PR-Abteilung drückt den Protesten simple Botschaften auf[3]: Schuld an der Not der Betriebe sei übertriebener Umweltschutz. Verseuchtes Trinkwasser? Halb so schlimm. Guter Ertrag ohne Ackergift? Und Bäuer*innen, die aktiv Bienen schützen? Nur Traumtänzereien ahnungsloser Stadtmenschen!

Das Ziel der Agrarlobby ist klar: Sie will einen Keil zwischen Landwirt*innen und Verbraucher*innen treiben. Damit wir nicht vereint gegen Agrarfabriken streiten. Denn in Kürze entscheidet die EU, an wen in den 2020er Jahren die jährlich 60 Milliarden Euro Agrarsubventionen fließen: weiter vor allem an Agrarfabriken – oder vermehrt an kleine, naturnahe Betriebe.[4] Fest steht: Wenn wir uns jetzt nicht einmischen, könnte der Agrarindustrie ihr Coup gelingen – und mehr Geld für umweltfreundliche Landwirt*innen verhindern. Wir planen deshalb zwei Großprojekte:

Wir wollen im großen Bündnis die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“ bekannt machen – und eine Million Unterschriften sammeln. Schon nächsten Donnerstag geht es los. Wenn wir hier richtig loslegen können, zwingen wir die EU-Kommission, sich mit dem Höfesterben und dem Verlust der Artenvielfalt zu befassen.
Am Samstag, den 18. Januar 2020 ziehen wir mit Zehntausenden Menschen, Hunderten Traktoren und einem breiten Bündnis durch Berlins Straßen – zur nächsten großen „Wir haben es satt!“-Demo. Wir zeigen: Bäuer*innen und Verbraucher*innen lassen sich nicht spalten im Kampf gegen die Agrarindustrie.
Doch die Agrarlobby ist mächtig. Und sie hat Millionen in der Tasche – denn Konzerne wie BASF, Bayer-Monsanto und Syngenta stützen sie. Was können wir dagegen setzen? Die Stimmen Hunderttausender Bürger*innen – auf der Straße und im Internet. Doch umsonst ist das nicht. Wir brauchen Geld, um Kampagnen zu starten und langfristig an Themen wie der Agrarwende dranzubleiben. Campact streitet für fortschrittliche Politik – und schafft das nur mit vielen Unterstützer*innen. Deshalb bitten wir Sie heute: Werden Sie Campact-Förder*in und unterstützen Sie uns ab sofort mit einem regelmäßigen Beitrag. Schon mit 2 Euro wöchentlich helfen Sie enorm.


„Lieber Verbraucher, Du hast keine Ahnung und davon ganz viel!“ Solche Sprüche haben „Bauer Willi“ zum Internet-Star der Agrarlobby gemacht.[5] Seine Rolle als empörter Landwirt bringt ihm sogar Einladungen in Talkshows – wo er vor einem Millionenpublikum Megaställe und Ackergifte verteidigt. Und so gilt Willi für viele als Sprachrohr der Bäuer*innen.

Allerdings: Bauer ist Willi höchstens nebenbei. Karriere gemacht hat der Mann, der bürgerlich Wilhelm Kremer-Schillings heißt, in der Chemie- und Düngemittelwirtschaft.[6] Und keilt in deren Sinne gegen den Glyphosat-Ausstieg, Bienenschutz und ein seriöses Tierwohl-Label. Es ist eine perfide Strategie – die Agrarindustrie tarnt sich als besorgter Kleinbauer und führt Verbraucher*innen in die Irre.

Aber die Wahrheit ist: Artenvielfalt, rentable Betriebe und Nachhaltigkeit gehören zusammen. Und deshalb protestieren Bäuer*innen und Verbraucher*innen auch gemeinsam!

Doch die Agrarlobby ist nicht die einzige Lobby, mit der wir es zu tun haben. Chemie, Welthandel, Kohle: Wir legen uns mit mächtigen Gegner*innen an. Deshalb brauchen wir Ihre Unterstützung. Kommen Sie an unsere Seite und fördern Sie Campact ab sofort regelmäßig. Schon mit 2 Euro wöchentlich helfen Sie enorm.

Klicken Sie hier und fördern Sie Campact regelmäßig hier lang

Herzliche Grüße
Chris Methmann, Teamleiter Kampagnen
Christoph Bautz, Campact-Vorstand

PS: „Faire Preise“ – diese Forderung wollte die Agrarlobby bei „ihren“ Bauernprotesten dann aber lieber doch nicht lesen. Sie erklärte entsprechende Schilder schon vorab für unerwünscht.[3] Das zeigt eindrücklich: Um das Wohl der Höfe geht es ihr nicht.


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Re: Campact

Beitrag von kleine-Hexe » Do 5. Dez 2019, 19:06

53 Prozent: So knapp gewannen Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans am Samstag das Rennen um den SPD-Vorsitz.[1] Das linke Duo siegte auch wegen seiner Klima-Versprechen: eine Neuverhandlung des Klimapakets, ein CO2-Preis von 40 Euro pro Tonne zum Einstieg und ein Ende der Blockade bei der Windkraft durch pauschale Abstandsregeln. Nur zu diesen Bedingungen wollten sie die GroKo weiterführen.[2,3]

Doch schon auf den ersten Metern hat der SPD-Vorstand vorgestern die Klima-Pläne ausgebremst: Im derzeitigen Entwurf zum Leitantrag für den SPD-Parteitag nächstes Wochenende finden sich keine harten Forderungen zum Klimaschutz mehr.[4] Die GroKo soll fortgesetzt werden – auch ohne Fortschritte beim Klimaschutz. Der versprochene Neustart fällt aus.

Der SPD-Parteitag am Wochenende entscheidet: Schützt die neue SPD endlich das Klima oder nur die Große Koalition? Esken und Walter-Borjans können dort den Leitantrag wieder verschärfen – wenn sie die Delegierten überzeugen. Deshalb zeigen wir Wähler*innen ihnen jetzt: Wir stehen hinter den Klima-Plänen. Direkt vor dem Parteitag fordern wir Esken und Walter-Borjans auf: Haltet euer Klima-Versprechen – macht konsequenten Klimaschutz zur Bedingung für die GroKo!

Und dafür brauchen wir Sie: Schreiben Sie den beiden per Twitter, auf Facebook oder per E-Mail. Klicken Sie jetzt auf einen der Buttons und fordern Sie das Duo auf, zu diesen Klimaversprechen zu stehen:

ein CO2-Preis von 40 Euro pro Tonne, kombiniert mit einer Sozialprämie
schneller Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor
grüne Null statt schwarze Null: Investitionen fürs Klima
ein Ende der Blockade bei der Windkraft durch pauschale Abstandsregeln
deutliche Erhöhung der Ausbauziele für Windkraft und Photovoltaik
Hier klicken und twittern twittern

Bitte schreiben Sie unsere gemeinsamen Forderungen auch auf die Facebook-Seite der SPD. So zeigen wir dem SPD-Vorstand: Er muss das Klimaversprechen von Esken und Walter-Borjans unterstützen.

Öffnen Sie dafür zunächst die Facebook-Seite der SPD.
Kopieren Sie dann folgenden Text und posten Sie ihn als Kommentar unter einen passenden Beitrag auf der SPD-Seite:
Die SPD hat mit Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans einen Neustart gewählt – der muss jetzt auch kommen! Die neuen Vorsitzenden müssen sich an ihre Klimaversprechen halten: Setzen Sie eine Neuverhandlung des Klimapakets durch – und machen Sie konsequenten Klimaschutz zur Bedingung für die GroKo. https://blog.campact.de/2019/12/esken-w ... schuetzen/

Dieser Text ist natürlich nur ein Vorschlag. Es ist großartig, wenn Sie eigene Worte finden – und Ihre ganz persönliche Einschätzung zum Klimaschutz an die SPD senden.

Tweets und E-Mails an die neuen SPD-Vorsitzenden trudeln im Minutentakt ein. Massenhaft Kommentare lenken die Aufmerksamkeit auf der SPD-Facebook-Seite immer wieder Richtung Klima: So können wir Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans dazu bringen, dass sie Wort halten. Denn wir Bürger*innen verlangen endlich wirksamen Klimaschutz. Er muss der SPD mehr wert sein als die Große Koalition.

Herzliche Grüße
Inken Behrmann, Campaignerin
Gerald Neubauer, Campaigner

PS: #Eskabolation – mit diesem Hashtag machte die Jugendorganisation der SPD Wahlkampf für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Angelehnt an die Namen der beiden warben sie für Eskalation und den Neustart der Partei. Mit dem gleichen Hashtag fordern wir jetzt: Haltet euer Klima-Versprechen!


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Re: Campact

Beitrag von kleine-Hexe » Do 12. Dez 2019, 09:36

Bauernhöfe oder Agrarfabriken?

Die Agrar-Lobby will sich in Brüssel Milliarden EU-Subventionen sichern. Doch noch ist das Geld nicht verteilt. Damit es diesmal in die richtigen Hände kommt, müssen wir uns richtig anstrengen. Bei der zehnten „Wir haben es satt“-Demo am 18. Januar in Berlin geht es ums Ganze: die Zukunft der Landwirtschaft. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, den Protest auf die Straße zu bringen.

die Bäuerin hat es geschafft: Sie ist Hunderte Kilometer gefahren und steht mit ihrem Trecker direkt vor dem Brandenburger Tor. Umringt von Hunderten anderen Traktoren und Zehntausenden Menschen. Sprechchöre hallen durch das Regierungsviertel: „Glyphosat? Haben wir satt! Küken schreddern? Haben wir satt! Bienensterben? Haben wir satt!“ Landwirt*innen, Umweltgruppen und Verbraucher*innen fordern lautstark die Agrarwende – auf der mittlerweile zehnten „Wir haben es satt“-Demo am Samstag, dem 18. Januar in Berlin.

Nie war die Demo so wichtig wie jetzt. Bald verteilt die EU ihre Agrarsubventionen neu – insgesamt 60 Milliarden Euro jährlich. Die entscheidende Frage: Wer bekommt das Geld? Die EU könnte es vor allem an Betriebe geben, die ökologisch wirtschaften – und so Bienen schützen. Oder sie macht weiter wie bisher und belohnt große Agrarfabriken – also Monokulturen und Pestizide. Das bedeutet: mehr tote Wildbienen, mehr ausgestorbene Vogelarten, mehr Gift auf unseren Feldern und Tellern.

Die Politiker*innen, die über die zukünftige EU-Agrarpolitik und die Verteilung der 60 Milliarden entscheiden, sind am 18. Januar in Berlin. Deshalb fluten wir an diesem Tag mit Zehntausenden Menschen und Hunderten Traktoren das Regierungsviertel. Insgesamt 90 Organisationen rufen zum Protest. Zusammen geben wir den Agrarminister*innen eine unüberhörbare Botschaft mit: Artensterben und Ackergifte stoppen!

Um das zu erreichen, müssen wir am 18. Januar richtig laut sein – und richtig viele. Aber eine Demo ist teuer. Es braucht Bühnen, Lautsprecheranlagen, Infostände, Demo-Wagen, Tierkostüme. All das muss jetzt vorbereitet und bestellt werden, denn über die Feiertage ist dazu keine Zeit mehr.

Wir bitten Sie deshalb heute um Ihre Unterstützung. Setzen Sie sich für Artenschutz und bäuerliche Landwirtschaft ein – und machen Sie die „Wir haben es satt“-Demo jetzt mit Ihrer Spende richtig groß. Schon mit 5 Euro helfen Sie enorm!


Die Industrie verdient ordentlich mit an den Agrarsubventionen. Denn mit dem Geld aus Brüssel kaufen Agrarbarone Pestizide und Medikamente – bei Chemiekonzernen wie Bayer/Monsanto und BASF.[1] Diese Turbolandwirtschaft macht krank – finanziert von unserem Steuergeld.

Damit das so bleibt, strengt sich die Agrar-Lobby mächtig an. Vor allem die Agrarminister*innen will sie sich gefügig machen. Beispiel Julia Klöckner (CDU). Im August dieses Jahres musste sie zugeben, dass sie sich seit Amtsantritt 25 Mal zu Einzelgesprächen mit Lebensmittelkonzernen und der Agrar-, Fleisch- und Ernährungswirtschaft getroffen hat. Zum Vergleich: Mit Umweltverbänden oder der ökologischen Landwirtschaft kam sie nur fünf Mal zusammen.[2]

Doch nicht nur in der Politik mischt die Agrar-Lobby mit. Sie versucht auch, die derzeitigen Bauernproteste zu vereinnahmen. Ihre Behauptung: Umweltauflagen sind Schuld an der Misere der Bäuer*innen. Dabei haben viele kleine und mittlere Betriebe längst erkannt, dass eine zerstörte Natur auch die Landwirtschaft unmöglich macht. Sie begleiten dieses Jahr die „Wir haben es satt“-Demo mit ihren Treckern.

Eine bessere Landwirtschaft, Artenvielfalt, Umweltschutz und gesundes Essen – dafür gehen wir bei der „Wir haben es satt“ auf die Straße. Helfen auch Sie mit, die Demo richtig groß zu machen. Schon mit 5 Euro bringen Sie den Protest weit nach vorne!

Spenden Sie jetzt für die „Wir haben es satt“-Demo
Ich kann heute leider nicht spenden
Herzliche Grüße
Lynn Gogolin-Grünberg, Campaignerin

PS: Die Agrar-Lobby ist mächtig. Und wenn es ihr passt, schreibt sie sich die Studien einfach selbst. Erst vor einigen Tagen kam heraus, dass Monsanto heimlich einen Wissenschaftler der Uni Gießen für eine Glyphosat-Studie bezahlte. Das wenig überraschende Ergebnis: Der Einsatz von Glyphosat sei ökologisch von Vorteil.[3] Das können wir nicht stehen lassen – und bringen unseren Protest am 18. Januar auf die Straße. Mit Ihrer Hilfe wird die Demo unübersehbar!

Spenden Sie jetzt für die „Wir haben es satt“-Demo zum Spenden

Falls Sie das bevorzugen, können Sie auch direkt auf unser Aktionskonto überweisen:

Campact e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE61 2512 0510 6980 4106 31
BIC BFSWDE33HAN


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Re: Campact

Beitrag von kleine-Hexe » Sa 14. Dez 2019, 23:02

ein Schild am Frankfurter Rathaus macht die AfD wütend. Auf dem Schild steht „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. Nun will sie es verbieten lassen und droht mit Klage.[1] Wenn Rassismus kritisiert wird, fühlt die Partei sich offenbar angesprochen. Die AfD wirft der Stadt vor, sie verstoße gegen ihre Pflicht zur parteipolitischen Neutralität.[1] Dabei hält sich Frankfurt nur an das Grundgesetz – denn Rassismus ist verfassungswidrig.[2]

Aufgehängt hat das Schild der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Peter Feldmann (SPD), zusammen mit der gemeinnützigen Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. Hinter diese Initiative stellen wir uns nun – und bedrucken weitere Plakate und Aufkleber mit ihrem Slogan. So drehen wir die Sache einfach um: Es wird nicht ein Plakat weniger, sondern Tausende mehr geben. Ob im Kindergarten, im Gemeindehaus oder in der Schule – überall soll die Botschaft für Respekt und gegen Rassismus zu sehen sein.

Machen Sie bitte mit. Setzen Sie ein Zeichen für Respekt und Menschlichkeit. Gemeinsam stoppen wir den Versuch der AfD, den gesellschaftlichen Konsens gegen Rassismus zu zerstören. Unsere Bitte an Sie: Bestellen Sie unser kostenloses Materialpaket und bringen Sie die Plakate in Umlauf. Ein Plakat an der Eingangstür, ein Aufkleber auf dem Laptop – mit Ihrer Hilfe wird die Aktion unübersehbar!

Seit fünf Jahren hängt das Respekt!-Schild am Frankfurter Rathaus – jetzt will die AfD dagegen klagen. Oberbürgermeister Feldmann stellt sich ihr entgegen: „Frankfurts Kampf gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus bleibt, er ist Teil unserer Stadtidentität.“[3] Er sei bereit, den Streit vor Gericht klären zu lassen.[4]

Die AfD behauptet, nur aufgrund der zugehörigen Webseite gegen das Schild zu klagen.[1] Dort finden sich zum Download viele Broschüren zum Umgang mit rechtsextremen Argumenten und Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der rechtsextremen Partei. Ein vorgeschobenes Argument: Denn das Vorgehen der AfD in Frankfurt ist kein Einzelfall.

Immer wieder tut die AfD so, als seien öffentliche Einrichtungen nicht nur zur Neutralität gegenüber Parteien verpflichtet, sondern auch gegenüber zentralen Werten des Grundgesetzes. So versucht sie systematisch, den Begriff der Neutralitätspflicht umzudeuten.

Zuletzt ging sie offen gegen das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Sachsen-Anhalt vor, das sich an Schulen gegen Diskriminierung einsetzt.[5] Auch dem Demokratie-Verein Treibhaus in Sachsen will die AfD die Fördermittel streichen. Grund sind antifaschistische Plakate und Sticker im Begegnungscafé des Verbands.[6] Damit schürt sie die Angst: Wer sich in Deutschland für Vielfalt einsetzt, dem will sie die Existenzgrundlage entziehen.

In jedem dieser Fälle pocht die AfD auf die Neutralitätspflicht staatlicher Einrichtungen. Dabei ist klar: Diskriminierung hat in unserer Gesellschaft nichts zu suchen. Staatliche Stellen sind sogar an ein Diskriminierungsverbot gebunden.[2] Wir lassen nicht zu, dass die AfD Rassismus weiter salonfähig macht. Doch nur, wenn Sie mitmachen, gelangt die Botschaft in alle Winkel der Republik. Bitte bestellen Sie jetzt das Materialpaket.

Bestellen Sie hier kostenlos Plakate und Aufkleber hier entlang
Herzliche Grüße
Ihr Campact-Team

PS: Wenn Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Hass und Beleidigung im Internet vorgehen, sieht die AfD darin eine Einschränkung der Meinungsfreiheit.[7] Gleichzeitig erträgt die Partei es nicht, wenn andere sie kritisieren. Aber wir lassen uns von der AfD nicht den Mund verbieten: Schließen auch Sie sich an und plakatieren Sie die Botschaft für Respekt.


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Re: Campact

Beitrag von kleine-Hexe » Sa 14. Dez 2019, 23:05

Bei uns ist noch Platz

Tausende Kinder sitzen in überfüllten griechischen Flüchtlingslagern fest – schutzlos und ohne Eltern. Gleichzeitig stehen deutsche Einrichtungen für unbegleitete Minderjährige vor der Schließung. Niedersachsen, Berlin und Thüringen wollen die Kinder aus Griechenland zu sich holen. Doch Innenminister Seehofer (CSU) mauert. Renate Heise startete deshalb eine WeAct-Petition: Horst Seehofer muss seine Blockade aufgeben. Helfen Sie mit und unterzeichnen Sie die Petition.



sie sind Krieg und Diktatur entkommen und haben die Flucht über das Mittelmeer überlebt. Jetzt sitzen sie in Griechenland fest: Tausende geflüchtete Kinder und Jugendliche leben in völlig überfüllten Lagern – wo es ihnen an allem mangelt. Denn die griechischen Behörden und Hilfsorganisationen sind überfordert. „Selbst im kalten Winter müssen viele in Zelten aus Planen schlafen, die medizinische Versorgung reicht nicht aus“, sagt Renate Heise, die sich seit Jahren in der Geflüchtetenhilfe in Osnabrück engagiert.

„Dabei stehen in Deutschland mittlerweile viele Betreuungsplätze für diese Kinder leer”, betont Renate Heise. Deshalb startete sie eine Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact. Darin fordert sie von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU): Deutschland soll noch vor Weihnachten 1.000 minderjährige Geflüchtete aus den griechischen Lagern aufnehmen.

Die Forderung von Renate Heise hat prominente Befürworter: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat im Oktober das Flüchtlingslager auf Lesbos besucht. Die dortigen Zustände haben ihn offenbar bewegt. Er will 100 junge Geflüchtete in Niedersachsen aufnehmen. Ein bundesweites Sofortprogramm muss allerdings das Bundesinnenministerium genehmigen.[1] Doch Seehofers Ministerium antwortete prompt: Es sei vom Bund keine Aufnahme geplant.[2] „CDU und CSU berufen sich ständig auf christliche Werte. Aber wenn es darum geht, diese Werte zu leben, sperrt sich Horst Seehofer”, sagt Renate Heise.

Doch der Druck auf Seehofer wächst. Am 20. Dezember kommen die Landesregierungen im Bundesrat zusammen – das letzte Mal vor Weihnachten. Thüringen und Berlin haben sich bereits der Forderung aus Niedersachsen angeschlossen und wollen ebenfalls Kinder aufnehmen.[3] Renate Heise will Seehofer bis zur Bundesratssitzung mit Zehntausenden Unterschriften konfrontieren und klar machen: Wir können den Kindern ein sicheres Zuhause bieten – noch bevor der Winter richtig ausbricht. Seehofer darf dem nicht länger im Weg stehen. Machen Sie ihm das jetzt deutlich und unterzeichnen Sie die Petition!

Vor wenigen Wochen starb im Flüchtlingslager Moria ein neun Monate altes Baby – an extremer Dehydrierung.[4] Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtet zudem von unbehandelten Erkrankungen und mehrfach traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Sie hören auf zu sprechen, bekommen Panikattacken und verletzen sich selbst.[5] Besonders die mehr als 4.000 Minderjährigen ohne Familie sind schutzlos und brauchen Hilfe, die die örtlichen Behörden nicht mehr leisten können.

Geflüchtete Kinder in Not – das geht nicht nur die Mittelmeerstaaten an. Deutschland muss jetzt europäische Solidarität beweisen und als größter EU-Staat Verantwortung übernehmen. Wenn wir 1.000 Kinder aufnehmen, hilft das nicht nur diesen Jungen und Mädchen. Denn es wird andere Staaten motivieren, auch ihren Beitrag zu leisten. In der Zivilgesellschaft gibt es bereits eine große Bereitschaft zu helfen. „Wir in Deutschland können 1.000 Kindern und Jugendlichen genau die Hilfe bieten, die sie brauchen, um sich wieder sicher zu fühlen und ein neues Leben aufzubauen”, sagt Renate Heise.

Die Unionsparteien stehen nicht gern als kaltherzig und unchristlich da – schon gar nicht so kurz vor Weihnachten. Wenn sich jetzt Zehntausende Bürger*innen hinter die Forderung der drei Bundesländer stellen, wird es für Seehofer auch in der eigenen Partei unangenehm. Bitte unterzeichnen Sie jetzt die Petition.

Hier klicken und WeAct-Petition unterzeichnen hier lang
Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da viele Campact-Aktive diese Petition unterstützen, möchten wir Sie mit dieser E-Mail gerne darauf hinweisen.

Herzliche Grüße
Ihr Campact-Team

PS: C wie Zukunft, C wie Klimaschutz – an Wortspielen mangelt es der CSU nicht, wenn es darum geht, von der fehlenden christlichen Nächstenliebe in ihrer Agenda abzulenken. Wir fordern Seehofer und seine Unionskolleg*innen darum jetzt zum Handeln auf: für ein C wie Courage. Machen Sie jetzt mit und unterstützen Sie die Forderung von Renate Heise!


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Re: Campact

Beitrag von Michael » Sa 21. Dez 2019, 20:49

der Amazonas-Regenwald: in Flammen. Die AfD: zweitstärkste Partei bei drei Landtagswahlen. Die UN-Klimakonferenz: ohne nennenswerte Ergebnisse. 2019 kam einiges zusammen.

Ganz ehrlich – mehr als einmal hat sich dieses Jahr in mir der Frust breit gemacht. Höchste Zeit, sich den guten Nachrichten zuzuwenden. Denn wir als progressive Bürgerbewegung haben 2019 auch viel erreicht. Trotz der widrigen Umstände. Unser Protest war das ganze Jahr zu sehen und zu hören – und wuchs von Monat zu Monat. Wenn ich diese Bilder wach rufe, gibt mir das Zuversicht und neue Kraft.

Ich glaube, als Einstimmung auf das Jahr 2020 kann jede*r von uns eine Prise Mut vertragen. Deshalb teile ich mit Ihnen dieses Video. Es zeigt Bilder aus dem Campact-Jahr 2019. Ich lade Sie herzlich dazu ein, diese Eindrücke aus dem vergangenen Jahr nachzuerleben – und neuen Mut zu schöpfen.

Klicken Sie hier und sehen Sie sich das Video an hier lang
Wenn hier kein Bild angezeigt wird, müssen Sie die Anzeige von Bildern freischalten!
Einen großen Dank, dass Sie 2019 an unserer Seite waren. Ich bin zuversichtlich: Wir werden auch im nächsten Jahr viel erreichen!

Herzliche Grüße
Felix Kolb, Campact-Vorstand


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Einige Leute fragen nach dem Geheimnis unserer immer noch glücklichen Ehe.
Wir nehmen uns zweimal in der Woche Zeit, gut essen zu gehen, tanzen, Zärtlichkeiten austauschen...
Sie Dienstags, ich Freitags.;)


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Re: Campact

Beitrag von Anne » Sa 28. Dez 2019, 14:19

Es ist in diesem Jahr viel gut gelaufen für Campact. Doch zusätzlich zum Verlust unserer Gemeinnützigkeit macht uns eine Entwicklung Sorgen. Zur Lage schreibt Ihnen Campact-Vorstand Dr. Felix Kolb.

Hallo ,

kurz vor Silvester ist Zeit für eine Bilanz. 2019 waren wir mit dabei, Bewegung in den Klimaschutz zu bringen. Das Tempo der Regierung ist allerdings noch viel zu lahm – wir kämpfen weiter. Im Kampf gegen Rechts haben wir erfolgreich „HateAid“ gestartet – eine Beratungsstelle, die Betroffenen von Hate Speech („Hassrede“) im Internet ganz praktisch hilft. Und auch in der Handelspolitik sind wir dran: Das Mercosur-Abkommen würde die Zerstörung des Amazonas extrem beschleunigen. Bereits 360.000 Menschen wollen mit unserem Appell den gefährlichen Deal stoppen. Das alles macht uns Mut!

Doch es läuft auch was schlecht. Es betrifft die langfristige Finanzierung von Campact. Zwar kommen viele Menschen zu Demos und Aktionen. Und die Zahl der Empfänger*innen unserer Mails wächst auch. Doch leider fördern von allen neuen Unterstützer*innen der letzten sechs Monate nur 0,27 Prozent Campact mit einem regelmäßigen Betrag. 0,27 Prozent – viel zu wenig, um all die wichtigen Aktionen zu stemmen. Das ist schmerzhaft – und wir müssen hier unbedingt zulegen.

Fest steht: In einer Welt des Geldes brauchen wir Geld für unsere Arbeit. Ohne kann Campact nichts bewegen. Campact ist dabei auf die „Schwarmfinanzierung“ angewiesen, an der sich viele regelmäßig beteiligen. Lassen Sie uns also eng zusammenstehen. wir bitten Sie heute herzlich: Fördern Sie Campact ab sofort mit einem regelmäßigen Betrag.

Schon mit 2 Euro wöchentlich helfen Sie enorm.


Campact ist unabhängig von Ministerien oder Unternehmen. Das soll so bleiben – aber es ist auch schwierig. Vor allem, weil Campact nach einer Kampagne der AfD in diesem Jahr die Gemeinnützigkeit entzogen wurde. Sagen wir es klar: Die Finanzierung von Campact ist unsicherer geworden. Da ist es besonders schmerzhaft, dass so viele der neuen Unterstützer*innen nicht spenden.

Es ist nicht leicht, eine Mail zu schreiben, in der wir um Geld bitten – das macht keine große Freude. Und doch ist es notwendig, weil wir an die Ziele unserer Bürgerbewegung glauben und dafür streiten wollen. Wir hoffen, Sie sehen das auch so – und bitten Sie herzlich, Campact mit einem regelmäßigen Betrag zu fördern. Schon mit 2 Euro wöchentlich bringen Sie Campact nach vorne.

Klicken Sie hier und fördern Sie Campact regelmäßig hier lang
Es tut mir leid - ich kann Campact derzeit nicht regelmäßig fördern
Herzliche Grüße
Felix Kolb, Campact-Vorstand


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