Campact

Antworten
Benutzeravatar
kleine-Hexe
Beiträge: 6050
Registriert: Sa 29. Apr 2017, 12:33
Wohnort: Schermbeck

F1 WebTipp
Formel 1 Punkte : 0
Keine Platzierung
(0 von 0 Rennen getippt)

Re: Campact

Beitrag von kleine-Hexe » Mo 18. Mär 2019, 11:29

Das Attac-Urteil des Bundesfinanzhofes hat auch für uns dramatische Folgen: Campact wird höchstwahrscheinlich seinen Status als gemeinnützige Organisation verlieren. Deswegen können wir keine Spendenbescheinigungen mehr ausstellen.

Zur Lage schreibt Ihnen Felix Kolb, Campact-Vorstand



der Bundesfinanzhof (BFH) hat dem Verein Attac die Gemeinnützigkeit entzogen. Ein Grundsatzurteil mit „toxischer Wirkung“ für die gesamte Zivilgesellschaft, wie der Journalist Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung prophezeite.[1] Leider zu Recht, wie wir jetzt wissen.

Unsere Steuerberater*innen und Anwält*innen haben das Urteil analysiert und kommen zu dem Fazit: Das Finanzamt Berlin wird Campact sehr wahrscheinlich nicht länger als gemeinnützig anerkennen. Deswegen dürfen wir ab sofort keine Spendenbescheinigungen mehr ausstellen – alles andere wäre Betrug.

Mit ihrem Attac-Urteil haben die Richter am Bundesfinanzhof auch AfD und CDU/CSU einen lang ersehnten Wunsch erfüllt. Politiker*innen dieser Parteien fordern seit Jahren, Campact die Gemeinnützigkeit zu entziehen.[2] Campact macht ihnen Angst. Zu oft haben wir bewiesen, dass eine starke, progressive Bürgerbewegung großen Konzernen gefährlich werden kann – etwa mit Kampagnen gegen Fracking, TTIP, Gentechnik oder Steuerflucht.

Das Kalkül ist offensichtlich: keine Gemeinnützigkeit = weniger Spenden = keine schlagkräftigen Kampagnen mehr. Diese Gleichung darf nicht aufgehen. Zeigen Sie unseren Gegner*innen: Angriffe auf Campact schwächen unsere Bürgerbewegung nicht, sondern machen uns sogar noch stärker. Denn hinter Campact steht eine solidarische Gemeinschaft von über zwei Millionen Bürger*innen – so wie Sie,

Darum bitten wir Sie: Werden Sie heute Campact-Förderer*in. Unterstützen Sie uns mit einer regelmäßigen Spende. Schon mit 2 Euro wöchentlich helfen Sie enorm.

Gemeinnützige Vereine müssen ihren steuerlichen Status alle drei Jahre rückwirkend beim Finanzamt überprüfen lassen. In der Vergangenheit hat das Finanzamt Berlin unsere Arbeit immer wieder als gemeinnützig bewertet. Im vergangenen Dezember reichten wir die nötigen Unterlagen für die Jahre 2015, 2016 und 2017 wie gewohnt ein. Wir waren sicher, dass uns die Gemeinnützigkeit erneut bestätigt wird.

Doch das hat sich mit dem Attac-Urteil schlagartig geändert. Denn nach Auffassung der Richter sind Kampagnen und politische Bildung nicht förderbar, wenn sie eingesetzt werden, „um die politische Willensbildung und die öffentliche Meinung im Sinne eigener Auffassungen zu beeinflussen“.[3] Davon ausgenommen sind nur 25 anerkannte Zwecke – darunter der Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz.

Nicht gemeinnützig sind dagegen die Wahr­nehmung und Verwirklichung von Grund­rechten, der Einsatz für Frieden, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, informationelle Selbstbestimmung, für Menschenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter. Diese gigantische Lücke war nur so zu verkraften: Gemeinnützige Vereine konnten sich bisher auf die Förderung der Bildung berufen, wenn sie zu diesen Themen arbeiten wollten.

Doch damit haben die Richter des Bundesfinanzhofes jetzt Schluss gemacht. Auch zum Verhängnis von Campact, da wir unsere Gemeinnützigkeit ebenso wie Attac auf die Förderung der Bildung stützen. Dabei versuchen wir selbstverständlich, Politik und Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass sie jetzt handeln müssen, um die Klimakrise abzuwenden. Oder dass die internationalen Finanzmärkte reguliert werden müssen, damit am Ende nicht wieder die Steuerzahler*innen die Banken retten.

Der Verlust der Gemeinnützigkeit wird für Campact eine Bürde sein. Mehrkosten und Steuernachzahlungen in Höhe von Hunderttausenden Euro kommen auf uns zu. Trotzdem werden wir gemeinsam mit vielen Partner*innen unsere Kampagne „Zivilgesellschaft ist gemeinnützig“ verstärken. Das Gemeinnützigkeitsrecht muss grundlegend geändert werden, um die gefährliche Wirkung des Attac-Urteils für die Zivilgesellschaft aufzuheben.

Die nächsten Monate sind für uns mit viel zusätzlicher Arbeit und Unsicherheit verbunden. Bitte stärken Sie uns in dieser schwierigen Situation den Rücken und werden Sie noch heute Campact-Förderer*in. Schon mit 2 Euro wöchentlich bringen Sie unsere gemeinsamen Ziele voran.

Ja, ich fördere Campact regelmäßig
Es tut mir leid. Ich kann Campact nicht regelmäßig fördern
Herzliche Grüße
Felix Kolb, Campact-Vorstand

PS: Gegen Glyphosat und Atomkraft, für soziale Gerechtigkeit und eine ökologischere Landwirtschaft: Campact streitet seit 15 Jahren als Teil von mehreren Protestbewegungen für progressive Politik. Mittlerweile sind wir über 2 Millionen Menschen. Uns ist klar: Das gefällt nicht allen. Damit wir auch weiterhin dann unbequem sein können, wenn es nötig ist, setzen wir auf Ihre Unterstützung.

Fördern Sie Campact mit einem regelmäßigen Beitrag https://session.campact.de/v1/softlogin ... 3Drandom-a
Es tut mir leid. Ich kann Campact nicht regelmäßig fördern https://session.campact.de/v1/softlogin ... 3Drandom-a
Falls Sie einen Brief oder das Fax bevorzugen, drucken Sie einfach unser Förder-PDF aus und senden Sie es an Campact e.V. Fax: 04231 957 499. Artilleriestraße 6, 27283 Verden / Aller.


Bild

Benutzeravatar
kleine-Hexe
Beiträge: 6050
Registriert: Sa 29. Apr 2017, 12:33
Wohnort: Schermbeck

F1 WebTipp
Formel 1 Punkte : 0
Keine Platzierung
(0 von 0 Rennen getippt)

Re: Campact

Beitrag von kleine-Hexe » Do 21. Mär 2019, 09:50

Hallo ,

Anfang der Woche habe ich Ihnen eine wichtige E-Mail geschickt. Campact kann keine Spendenbescheinigungen mehr ausstellen. Um sicher zu gehen, dass Sie über die Situation informiert sind, leite ich Ihnen die Mail noch einmal weiter.

Mit vielen Grüßen
Felix Kolb, Campact-Vorstand

Hallo ,

der Bundesfinanzhof (BFH) hat dem Verein Attac die Gemeinnützigkeit entzogen. Ein Grundsatzurteil mit „toxischer Wirkung“ für die gesamte Zivilgesellschaft, wie der Journalist Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung prophezeite.[1] Leider zu Recht, wie wir jetzt wissen.

Unsere Steuerberater*innen und Anwält*innen haben das Urteil analysiert und kommen zu dem Fazit: Das Finanzamt Berlin wird Campact sehr wahrscheinlich nicht länger als gemeinnützig anerkennen. Deswegen dürfen wir ab sofort keine Spendenbescheinigungen mehr ausstellen.

Mit ihrem Attac-Urteil haben die Richter am Bundesfinanzhof auch AfD und CDU/CSU einen lang ersehnten Wunsch erfüllt. Politiker*innen dieser Parteien fordern seit Jahren, Campact die Gemeinnützigkeit zu entziehen.[2] Campact macht ihnen Angst. Zu oft haben wir bewiesen, dass eine starke, progressive Bürgerbewegung großen Konzernen gefährlich werden kann – etwa mit Kampagnen gegen Fracking, TTIP, Gentechnik oder Steuerflucht.

Das Kalkül ist offensichtlich: keine Gemeinnützigkeit = weniger Spenden = keine schlagkräftigen Kampagnen mehr. Diese Gleichung darf nicht aufgehen. Zeigen Sie unseren Gegner*innen: Angriffe auf Campact schwächen unsere Bürgerbewegung nicht, sondern machen uns sogar noch stärker. Denn hinter Campact steht eine solidarische Gemeinschaft von über zwei Millionen Bürger*innen – so wie Sie,

Darum bitten wir Sie: Werden Sie heute Campact-Förderer*in. Unterstützen Sie uns mit einer regelmäßigen Spende. Schon mit 2 Euro wöchentlich helfen Sie enorm.


Gemeinnützige Vereine müssen ihren steuerlichen Status alle drei Jahre rückwirkend beim Finanzamt überprüfen lassen. In der Vergangenheit hat das Finanzamt Berlin unsere Arbeit immer wieder als gemeinnützig bewertet. Im vergangenen Dezember reichten wir die nötigen Unterlagen für die Jahre 2015, 2016 und 2017 wie gewohnt ein. Wir waren sicher, dass uns die Gemeinnützigkeit erneut bestätigt wird.

Doch das hat sich mit dem Attac-Urteil schlagartig geändert. Denn nach Auffassung der Richter sind Kampagnen und politische Bildung nicht förderbar, wenn sie eingesetzt werden, „um die politische Willensbildung und die öffentliche Meinung im Sinne eigener Auffassungen zu beeinflussen“.[3] Davon ausgenommen sind nur 25 anerkannte Zwecke – darunter der Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz.

Nicht gemeinnützig sind dagegen die Wahr­nehmung und Verwirklichung von Grund­rechten, der Einsatz für Frieden, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, informationelle Selbstbestimmung, für Menschenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter. Diese gigantische Lücke war nur so zu verkraften: Gemeinnützige Vereine konnten sich bisher auf die Förderung der Bildung berufen, wenn sie zu diesen Themen arbeiten wollten.

Doch damit haben die Richter des Bundesfinanzhofes jetzt Schluss gemacht. Auch zum Verhängnis von Campact, da wir unsere Gemeinnützigkeit ebenso wie Attac auf die Förderung der Bildung stützen. Dabei versuchen wir selbstverständlich, Politik und Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass sie jetzt handeln müssen, um die Klimakrise abzuwenden. Oder dass die internationalen Finanzmärkte reguliert werden müssen, damit am Ende nicht wieder die Steuerzahler*innen die Banken retten.

Der Verlust der Gemeinnützigkeit wird für Campact eine Bürde sein. Mehrkosten und Steuernachzahlungen in Höhe von Hunderttausenden Euro kommen auf uns zu. Trotzdem werden wir gemeinsam mit vielen Partner*innen die Kampagne „Zivilgesellschaft ist gemeinnützig“ verstärken, die wir gemeinsam mit der Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung gestartet haben. Das Gemeinnützigkeitsrecht muss grundlegend geändert werden, um die gefährliche Wirkung des Attac-Urteils für die Zivilgesellschaft aufzuheben.

Die nächsten Monate sind für uns mit viel zusätzlicher Arbeit und Unsicherheit verbunden. Bitte stärken Sie uns in dieser schwierigen Situation den Rücken und werden Sie noch heute Campact-Förderer*in. Schon mit 2 Euro wöchentlich bringen Sie unsere gemeinsamen Ziele voran.

Ja, ich fördere Campact regelmäßig https://session.campact.de/v1/softlogin ... 3Drandom-a
Es tut mir leid. Ich kann Campact nicht regelmäßig fördern
Herzliche Grüße
Felix Kolb, Campact-Vorstand

PS: Gegen Glyphosat und Atomkraft, für soziale Gerechtigkeit und eine ökologischere Landwirtschaft: Campact streitet seit 15 Jahren als Teil von mehreren Protestbewegungen für progressive Politik. Mittlerweile sind wir über 2 Millionen Menschen. Uns ist klar: Das gefällt nicht allen. Damit wir auch weiterhin dann unbequem sein können, wenn es nötig ist, setzen wir auf Ihre Unterstützung.


Bild

Benutzeravatar
Anne
Beiträge: 6206
Registriert: Sa 29. Apr 2017, 12:30
Wohnort: Schermbeck

F1 WebTipp
Formel 1 Punkte : 0
Keine Platzierung
(0 von 0 Rennen getippt)

Re: Campact

Beitrag von Anne » So 24. Mär 2019, 12:29

Warum wir alles tun müssen, um einen Sieg der Rechtsextremen bei der Europawahl zu verhindern, und wieso wir für ein ganz anderes Europa streiten sollten, erläutert Ihnen Christoph Bautz, Campact-Vorstand. Und ist gespannt auf Ihre Meinung.

Hallo ,

Matteo Salvini in Italien, Viktor Orbán in Ungarn, Marine Le Pen in Frankreich – sie fiebern dem 26. Mai entgegen.[1] Dann wird in Europa gewählt. Und Europas Rechtsextreme haben große Pläne: mit weit mehr Abgeordneten als bisher das EU-Parlament handlungsunfähig machen und Europa von innen zerstören.[2] Brüssel und Straßburg sollen ihnen als Plattform dienen, um gegen Minderheiten zu hetzen und das Klima einer offenen Gesellschaft zu vergiften.

Bei TTIP und CETA, Glyphosat und Subventionen für Agrarfabriken, der inhumanen Flüchtlingspolitik – als Bürgerbewegung stemmen wir uns immer wieder gegen einzelne politische Entscheidungen auf europäischer Ebene. Mit dieser Vehemenz sollten wir jetzt aber auch ein vereintes Europa verteidigen, wenn Nationalist*innen es zerschlagen wollen. So wie Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung schreibt: „Europa hat Fehler, Europa macht Fehler, aber der Nationalismus ist ein einziger großer Fehler.“[3]

Die Sicht auf die Europäische Union ist in progressiven Bewegungen vielfältig. Wieviel ist die EU Chance, wieviel Problem – darauf gibt es keine einfache Antwort. Wir wollen mit Ihnen unsere Sicht der Dinge teilen und sind gespannt darauf, was Sie denken. Gleichzeitig ist uns wichtig: So unterschiedlich unsere Positionen sein mögen, so vereint sollten wir gemeinsam gegen Nationalismus streiten. Wir wollen Ihnen jetzt aus unserer Sicht erläutern:

Warum wir die EU verteidigen sollten...https://outlook.live.com/mail/inbox/id/ ... v6#x_Name1

Warum wir die EU grundlegend verändern müssen... https://outlook.live.com/mail/inbox/id/ ... v6#x_Name2

Was auf dem Spiel steht...
https://outlook.live.com/mail/inbox/id/ ... v6#x_Name3
Wieso wir Sie brauchen,...
https://outlook.live.com/mail/inbox/id/ ... v6#x_Name4
Warum wir die EU verteidigen sollten
Um es klar zu sagen: Die EU ist ein global einzigartiges Projekt. Nirgendwo sonst haben sich Staaten darauf verständigt, Souveränität in einer solchen Dimension zu teilen. So können sie Probleme lösen, für die jeder einzelne Staat zu klein geworden ist. Die Union erlaubte Staaten und Menschen, sich tiefgreifend zu versöhnen und den Frieden unter sich zu bewahren – nachdem sie sich über Jahrhunderte bekriegt hatten. Man riss Schlagbäume ab und gründete einen gemeinsamen Rechtsraum. Vieles davon erscheint uns heute so selbstverständlich, dass wir es verlernt haben, dies wertzuschätzen.

Mehr noch: Ein geeintes Europa – das ist die einzige Chance, die Macht der Konzerne und der Finanzmärkte zu begrenzen. Und sie zu zwingen, sich klaren Sozial-, Umwelt- und Arbeitnehmerstandards unterzuordnen. Denn sind wir ehrlich: Wenn Länder das im Alleingang versuchen, spielen Konzerne und Finanzinvestor*innen sie gnadenlos gegeneinander aus. Beispiel Brexit: Konzerne freuen sich schon, dass Großbritannien nach einem Austritt aus der EU Verbraucher-, Umwelt- oder Arbeitsstandards absenken muss, um als Investitionsstandort attraktiv zu bleiben.[4]

Ein Europa, das die Macht von Unternehmen und Finanzanleger*innen bricht? Zugegeben, an diesem Punkt sind wir noch nicht. Die Handelsabkommen der EU, die Politik der Deregulierung und Privatisierung, die Spardiktate gegenüber Südeuropa: Das weist genau in die andere Richtung. Doch diese Beispiele sind kein Grund, sich komplett gegen die Institutionen der EU zu wenden. Denn Politik in der EU funktioniert wie in jedem Land: Sie ist ein ständiger Kampf zwischen Profitinteressen von Wirtschaftslobbys und den Gemeininteressen der Zivilgesellschaft. Und an etlichen Stellen gibt es sie schon, die Regeln, Richtlinien und Verordnungen der EU, die die Macht von Konzernen einschränken. Hier nur ein paar Beispiele:

Dass der Hambacher Wald noch nicht von RWE abgeholzt ist, liegt auch an der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU. Auf deren Basis stoppten Gerichte das Unternehmen.[5]

Dass Datensammler wie Facebook und Google endlich Grenzen aufgezeigt bekommen, ist der neuen EU-Grundverordnung zum Datenschutz zu verdanken – trotz ihrer bürokratischen Fragwürdigkeiten.[6]

Dass die Autokonzerne mit ihren Diesel-Stinkern unter Druck sind, ist Folge der strengen EU-Grenzwerte für Stickoxide.[7]

Dass Amazon 18 Milliarden Euro an Steuern nachzahlen muss, liegt am EU-Beihilferecht gegen illegale Steuervorteile.[8]

Dass Unternehmen Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz bessere Chancen und Freiheiten geben müssen, hat die Anti-Diskriminierungsrichtlinie bewirkt.[9]
Mit einer erstarkten Rechten im Parlament könnten wir diese Liste an progressiven Politikansätzen hier abschließen. Die Rolle des Parlaments als zumindest punktuelles Korrektiv zur neoliberalen Mehrheit unter den Mitgliedsländern – sie wäre dahin.

Die Liste zeigt: Das Parlament ist mächtiger, als viele denken, auch wenn ihm immer noch das Initiativrecht für eigene Verordnungen und Richtlinien fehlt. In Trilog-Verhandlungen zwischen Rat, Kommission und Parlament kann Letzteres viel durchsetzen. Jüngstes Beispiel aus dem Dezember: der CO2-Ausstoß von Neuwagen. Kanzlerin Angela Merkel und die Autolobby wollten so wenig wie möglich ändern. Die Bundesregierung forderte, dass der erlaubte CO2-Ausstoß um maximal 30 Prozent gesenkt wird. Das Parlament wollte 40 Prozent – und setzte schließlich 37,5 Prozent durch.[10] Ein Sieg für die Abgeordneten und eine herbe Niederlage für die Industrie.

Warum wir die EU grundlegend verändern müssen
Europa verteidigen heißt nicht, die EU beibehalten, wie sie ist. Die EU muss dringend grundlegend reformiert werden. Dafür brauchen wir eine Vision eines anderen, gerechteren Europas, die die Herzen der Menschen wieder erreicht und begeistert.

Ein Europa der Solidarität statt nationaler Egoismen

Kurzfristige Eigeninteressen prägen immer mehr das Verhältnis unter den Mitgliedstaaten. Ganz vorne dabei: die Große Koalition in Berlin. Geradezu brutal setzten Angela Merkel und ihr damaliger Finanzminister Wolfgang Schäuble die Sparpolitik in Südeuropa durch – gegen jeden ökonomischen Sachverstand. Denn eine darniederliegende Wirtschaft richtet man nicht durch Kaputtsparen wieder auf.[11] Noch heute liegt die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen in Griechenland bei 39 Prozent, in Italien und Spanien bei 33 Prozent.[12] Die „Austeritätsunion“ zerstörte ihre Lebensperspektive.[13]

Fatal und unsolidarisch ist auch der immense Exportüberschuss Deutschlands. Denn jedem Überschuss bei uns steht ein Defizit der anderen EU-Länder gegenüber. Sie müssen sich dafür verschulden – bei uns. Die Ungleichheit zwischen dem prosperierenden Norden und dem darbenden Süden wächst. Eine solche Spannung überlebt auf Dauer kein Währungsraum und schon gar keine politische Union. Es wäre im ureigensten Interesse Deutschlands, für die Angleichung der Lebensverhältnisse einzutreten. Sonst kollabiert der Euro.

Was es dafür braucht? Solidarität! Eine „Ausgleichsunion“ verhindert dauerhafte Exportüberschüsse – und ein ewiges Gefälle. Über einen Eurozonen-Haushalt kann die EU umverteilen. Er kann das dringend Notwendige finanzieren: Programme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, Investitionen in ländliche Entwicklung, erneuerbare Energien, Digitalisierung und den Ausbau der öffentlichen Daseinsvorsorge. Woher das Geld kommt? Konzerne müssen endlich konsequent besteuert und Reichtum umverteilt werden.

Ein Europa der Menschenrechte statt der Abschottung
Die USA diskutieren noch Trumps Mauer – Europa hat sie schon. Denn nicht anders als eine Mauer wirkt das Mittelmeer, in dem Zehntausende hilfesuchende Menschen ertrunken sind. Mit korrupten Regimen und nordafrikanischen Milizen werden Deals gemacht, damit sie Geflüchtete an der Überfahrt hindern und wegsperren. Es gibt keine einfache Antwort auf die Flucht von Millionen Menschen – doch Europa zur Festung auszubauen ist eine zivilisatorische Bankrotterklärung. Internationale Regeln werden zur Farce, wenn niemand mehr Asyl beantragen kann, ohne das eigene Leben zu riskieren.

Was es jetzt braucht? Die Einhaltung von Menschenrechten! Ganz Europa muss das Recht auf Asyl endlich wieder anwenden. Menschen brauchen sichere Fluchtwege nach Europa, wo sie einen Asylantrag stellen können. Und es braucht unter allen EU-Staaten eine gerechte Aufteilung. Europa sollte Kommunen finanziell helfen, die Kosten bei der Integration zu tragen.

Ein Europa der Regulierung statt Konzernmacht
70 Prozent der etwa 25.000 Lobbyist*innen in Brüssel arbeiten für Unternehmen und Wirtschaftsverbände.[14] Kein Wunder, dass sich allzu oft diese Interessen in Parlament, Kommission und Rat durchsetzen. Die Lobbys verhindern, dass Finanzmärkte endlich streng reguliert und Konzerngewinne konsequent besteuert werden. Sie drücken durch, dass Trinkwasser, Verkehr und Stromversorgung einfacher privatisiert werden können und zu große Banken nicht zerschlagen werden.

Für Investoren und Konzerne wird Handelspolitik gemacht. TTIP und CETA folgen eine Vielzahl von Abkommen, die weit weniger bekannt sind – mit Japan, Singapur, Mexiko oder im Rahmen des internationalen Dienstleistungsabkommens TiSA. Sie stärken Konzerne und schwächen Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerrechte.

Was es jetzt braucht? Die Beschränkung von Konzernmacht! Etwa indem die EU mit einem starkem Kartellrecht marktbeherrschende Konzerne und Finanzinvestoren zerschlägt. Konzerngewinne mit einem Mindeststeuersatz und einer einheitlichen Bemessungsgrundlage besteuert. Mit einem Unternehmensstrafrecht gegen Konzerne vorgeht, die in krumme Geschäfte wie bei Cum-Ex verwickelt sind. Oder noch entschiedener gegen Steuervermeidung und -hinterziehung durch Großunternehmen und Fonds eintritt. Erste Schritte, damit die Politik das Primat über die Ökonomie zurückerobert.

Ein Europa der Ökologie statt Klimakrise
Bei der Klimapolitik geht Europa immer wieder mutig voran – bis die deutsche Regierung es ausbremst. Ohne das engagierte Verhandeln der EU wäre der Pariser Klimavertrag niemals zustande gekommen, der die Klimaerhitzung auf 1,5 Grad begrenzen will. Nur: Das, was die EU bisher plant, reicht bei Weitem nicht. Gerade haben wir errechnen lassen, dass Deutschland bereits 2030 CO2-neutral sein muss, wenn wir das 1,5-Grad-Ziel erreichen wollen.[15] Ja, Sie haben richtig gelesen: bereits 2030! Und nicht, wie bisher geplant, irgendwann nach 2050. Nur dann können wir sicherstellen, dass die Klimaerhitzung nicht Kipppunkte überschreitet, hinter denen sie sich selbst verstärkt und unaufhaltsam wird.

Für Europa heißt das: Wir müssen in den 2030er Jahren auf dem ganzen Kontinent klimaneutral sein. Das wird nur mit einer riesigen Kraftanstrengung möglich sein – einem ökologischen Umbau der Gesellschaft im Eiltempo. Damit darunter nicht die sozial Benachteiligten leiden, muss zeitgleich ein sozialer Umbau her.

Was es jetzt braucht? Eine sozial-ökologische Transformation! Angesichts der Gefahren der Klimakrise, die unsere ganze Zivilisation infrage stellen kann, braucht es einen radikalen Realismus, der das Soziale und Ökologische zusammen denkt. Der Protest der Gelbwesten in Frankreich hat gezeigt: Wer etwa den Ausstoß von Treibhausgasen mit einem CO2-Preis verteuern will, muss die soziale und die Verteilungs-Frage mitdenken. Deshalb muss ein Investitionsprogramm in erneuerbare Energien mit einem europaweiten Mindestlohn kombiniert werden. Ein Energieeffizienz-Programm mit der Unterstützung von Geringverdiener*innen bei der Anschaffung stromsparender Haushaltsgeräte. Die Abwicklung der alten, fossilen Industrien mit Maßnahmen für den Strukturwandel in den Regionen. Eine ökologisch verträgliche Lebensweise mit Ansätzen eines weniger wachstumszentrierten Wirtschaftssystems.

Ein sozialeres Europa wagen
Nicht alle Ideen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für ein geeintes Europa weisen in die richtige Richtung – doch die für ein sozialeres Europa auf jeden Fall. Denn der EU fehlt eine Sozialunion. Ohne sie bleibt ein fataler Wettbewerb unter den Mitgliedstaaten: Wer die niedrigsten sozialen Sicherungssysteme und -standards hat, lockt Unternehmen an. Genau deshalb will Macron für Arbeitnehmer*innen eine soziale Grundsicherung einführen, „die ihnen gleiche Bezahlung am gleichen Arbeitsplatz und einen an jedes Land angepassten und jedes Jahr gemeinsam neu verhandelten europaweiten Mindestlohn gewährleistet“.[16]

Doch seine sozialpolitischen Vorstellungen stoßen auf den Widerstand des Landes, das jetzt am dringendsten an seiner Seite stehen sollte: Deutschland. Die CDU schickte ihre neue Vorsitzende nach vorne: Für Annegret Kramp-Karrenbauer sind Macrons Vorschläge der „falsche Weg“. Sie scheint auf Rückschritt zu setzen: auf eine EU, die sich auf wirtschaftliche Zusammenarbeit und die gemeinsame, strikte Grenzsicherung konzentriert.[17] Wie bitter.

Was es jetzt braucht? Eine Sozialunion! Wir brauchen ein Europa, das seinen Bürger*innen soziale Rechte garantiert, sie schützt und stärkt. Die EU muss allen Menschen das Recht auf Bildung, Wohnen, medizinische Versorgung und soziale Absicherung sowie ein Leben frei von Armut ermöglichen.
Was auf dem Spiel steht
Es ist schon absurd. Die AfD will mit möglichst vielen Abgeordneten genau in das Parlament einziehen, das sie laut Wahlprogramm abschaffen will: das Europaparlament. Doch bevor es so weit ist, will sie es noch nutzen, um Europa von innen zu demontieren. Es überrascht nicht, dass Rechtsextreme das Europäische Parlament ablehnen. Es ist das einzige Parlament der Welt, das von Bürger*innen verschiedenster Staaten direkt gewählt wird. Und damit das genaue Gegenteil zu dem, was Rechtsextreme wollen: Grenzen wieder hochziehen und nationale Alleingänge.

Umfragen sagen: Rechtspopulismus und Ultranationalismus werden am 26. Mai erheblich an Stimmen gewinnen. Ihre Parteien werden wohl mit so vielen Abgeordneten vertreten sein wie noch nie.[18] Sie werden zwar nicht die Mehrheit erreichen. Aber das brauchen sie auch nicht, um großen Schaden anzurichten. Denn allein mit 20 Prozent der Sitze könnten sie Europa schwer verletzen – und in seinem Zusammenhalt gefährden. Die Nationalist*innen könnten im Parlament:

Giftige Allianzen eingehen. Der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) geht nach allen Umfragen ihr sozialdemokratischer Partner verloren. Zusammen werden sie wohl nicht mehr die Mehrheit erreichen. Daher wird die EVP versucht sein, mit den Rechtsextremen zu kooperieren. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit dürfte noch mehr Abschottung in Europa sein.

Progressive Mehrheiten verhindern. Im Europaparlament waren es bisher Sozialdemokraten, Liberale, Grüne und Linke, die immer wieder progressive Politik durchgesetzt haben. Bewahrheiten sich die Umfragen, dürfte es dafür nicht mehr reichen. Progressive Politikansätze wären im neuen Parlament noch schwieriger zu erreichen als schon jetzt.

Für faule Deals sorgen. Im neuen Parlament könnten Mehrheiten gegen die Nationalist*innen nur noch mit Tauschgeschäften möglich sein. Es wäre auch die einzige Möglichkeit, überhaupt noch progressive Politik durchzusetzen. Das könnte beispielsweise so aussehen: Die Grünen bekommen die Bindung von Agrarsubventionen an höhere ökologische Standards, die Liberalen dafür die Zustimmung zum nächsten neoliberalen Handelsabkommen. Für die Sozialdemokraten gibt es etwas mehr Kampf gegen Steuerhinterziehung, für die Konservativen dafür noch mehr Befugnisse für den Grenzbewacher Frontex. Keine schönen Aussichten.

Hetze, Hass und Ressentiments schüren. Nationalist*innen könnten noch mehr als bisher das Parlament als Bühne nutzen. Sie werden von dort höchstwahrscheinlich gegen Minderheiten hetzen und das Klima einer offenen Gesellschaft vergiften. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell sich dadurch der ganze gesellschaftliche Diskurs nach rechts verschiebt.
Die große Gefahr: Rückt das Europaparlament weiter nach rechts und sind Entscheidungen nur mit faulen Deals möglich, wird die EU noch endgültig die Unterstützung vieler Bürger*innen verlieren. Genau das spielt den Rechtsextremen in die Hände bei ihrem Ziel, die EU Schritt für Schritt zu zerstören.

Wieso wir Sie brauchen,
Wenn Salvini, Orbán und Le Pen bei der Europawahl einen großen Sieg einfahren wollen, dann setzen sie auf eine Zahl: 43 Prozent. Nur so wenige Europäer*innen haben bei der jüngsten Wahl ihre Stimme abgegeben.[19] In Deutschland waren es 48 Prozent – erschreckend wenige im Vergleich zu einer Wahlbeteiligung von 76 Prozent bei der Bundestagswahl. Geht es nach den Nationalist*innen, soll das so bleiben – während sie möglichst viele Rechte an die Urnen bringen.

Aber in dem Problem liegt auch eine Chance. Wenn wir vielen progressiven Menschen klarmachen, dass diese Wahl eine Richtungsentscheidung für Europa markiert, können wir den Plan der Rechtsextremen verhindern. Was es dafür braucht? Eine Bewegung. Dafür haben wir uns in einem Bündnis aus Sozial- und Umweltverbänden, Menschenrechtsorganisationen und Basis-Initiativen zusammengeschlossen. Am 19. Mai – und damit eine Woche vor der Europawahl – wollen wir viele Zehntausende in ganz Europa auf die Straße bringen. Gegen Nationalismus, für die Vision eines anderen, eines gerechteren Europas. Und allen Bürger*innen verdeutlichen: Zuhause bleiben zählt nicht. Am 26. Mai gehen alle wählen!

Nächste Woche schicken wir Ihnen alle wichtigen Infos – aber so viel sei schon einmal verraten: Allein in Deutschland werden am 19. Mai gleich sieben Demos steigen. In Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Und in vielen europäischen Hauptstädten finden ebenfalls Kundgebungen, Festivals, Picknicks und Großaktionen statt.

Europa gehört die Zukunft, dem Nationalismus die Vergangenheit – diese Botschaft wollen wir am 19. Mai überall auf die Straßen tragen. Und für ein ganz anderes Europa streiten: eine EU, deren Bürger*innen zusammenrücken, Solidarität leben und für ein Europa brennen, das Spaltung überwindet. Europas Zivilgesellschaft wird am 19. Mai zusammenstehen gegen die rechte Gefahr – und wir setzen darauf, dass Sie dabei sind.

Wie andere Campact-Unterstützer*innen über Europa und die Wahl denken, wie vielfältig die Sichtweisen sind und wo sie sich doch treffen: Schauen Sie sich die Debatte bei uns im Campact-Blog an und diskutieren Sie mit. Ich bin gespannt auf Ihren Beitrag.

Klicken Sie sich hier in unsere Europa-Debatte... https://blog.campact.de/2019/03/europaw ... fuer-alle/

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Christoph Bautz, Campact-Vorstand


Bild

Benutzeravatar
kleine-Hexe
Beiträge: 6050
Registriert: Sa 29. Apr 2017, 12:33
Wohnort: Schermbeck

F1 WebTipp
Formel 1 Punkte : 0
Keine Platzierung
(0 von 0 Rennen getippt)

Re: Campact

Beitrag von kleine-Hexe » Fr 29. Mär 2019, 19:57

Nationalismus stoppen, Europa verändern

Italien, Ungarn, Polen: Populismus und Nationalismus bedrohen die EU. Um den Vormarsch der Rechtsextremen bei der Europawahl am 26. Mai zu verhindern, müssen wir möglichst viele Menschen in die Wahlkabinen bringen. Dafür wollen wir das ganz Große schaffen: eine Bewegung so stark und vielfältig wie die Zivilgesellschaft. Mit Ihrer Spende können Sie das ermöglichen.



raus aus dem Euro, Grenzen dicht, jedes Land kämpft für sich allein. Europas Rechtsextreme wollen uns spalten. Ihr nächstes Ziel: das Europaparlament. Bei der Wahl am 26. Mai wollen sie dort mit weit mehr Abgeordneten einziehen. Aus dem Parlament heraus können sie gegen Minderheiten hetzen – und Europa von innen angreifen. Das droht zu klappen: Laut Umfragen könnten sie ihre Sitze verdoppeln.[1]

43 Prozent – diese Zahl begeistert die Rechten. Es ist die Wahlbeteiligung der jüngsten Europawahl.[2] Denn je weniger Menschen eine demokratisch ausgerichtete Partei wählen, desto stärker legt die Ultrarechte zu. In der Wahlbeteiligung liegt aber auch unsere Chance, ihre Pläne zu blockieren: Wir müssen gemeinsam erreichen, dass möglichst viele Menschen am 26. Mai ihr Kreuz machen – und nationalistische Parteien, wie die AfD, abwählen.

Wie wir das schaffen? Indem wir eine europaweite Bewegung entstehen lassen, die zeigt: Dem Nationalismus gehört die Vergangenheit, aber die Zukunft gehört Europa. Und dabei auch klar macht: Europa muss sich dafür ändern. Die EU muss Konzernen Grenzen setzen, die Klimakrise lösen, Solidarität zwischen seinen Bürger*innen stärken.

Gegen Nationalismus, für ein anderes Europa: Dafür gehen wir am Sonntag, den 19. Mai auf die Straße – eine Woche vor der Europawahl. Aber was wir vorhaben, ist so viel mehr als eine einfache Demo. Alles soll perfekt ineinander greifen: In sieben deutschen Städten zeigen wir am 19. Mai unseren Protest. Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart – alle ziehen am gleichen Tag los. In den sieben Orten haben sich bereits Bündnisse aus Umwelt- und Sozialverbänden, Gewerkschaften, Flüchtlingsinitiativen und Kulturschaffenden gebildet – und lassen einen großartigen Tag entstehen.

Und nicht nur hier. Das erste Mal demonstrieren Menschen am selben Tag in ganz Europa für eine andere EU. Picknicks, Festivals, Kundgebungen, Aktionen, Musik entstehen auf den Straßen und Plätzen in Europas großen Städten. Und in den Abendnachrichten und sozialen Medien sind die Bilder einer vielschichtigen, kraftvollen, gesamteuropäischen Bewegung zu sehen. So kommt bei Millionen Menschen an: Am Sonntag, den 26. Mai müssen wir zur Wahl – und Nationalismus abwählen.

Sieben Demos alleine in Deutschland, viele weitere in ganz Europa: Der Plan ist ambitioniert. Überall müssen Bühnen und Lautsprecheranlagen aufgebaut, Zehntausende Flyer und Plakate gedruckt werden. Eine irre Kraftanstrengung. Und da kommen Sie ins Spiel: Wenn Sie und Tausende weitere Campact-Unterstützer*innen sich mit einer Spende hinter uns stellen, trauen wir uns die Aufgabe zu. Vielleicht reicht es sogar für die nötige Technik, um eine Live-Schaltung zwischen den Protesten aller Länder zu finanzieren. Schon mit 5 Euro helfen Sie enorm!

Ja, etliche Entscheidungen auf europäischer Ebene stehen in der Kritik. Neoliberale Handelsabkommen wie TTIP und CETA, eine Armee von Konzernlobbyist*innen in Brüssel, schwerfällige Entscheidungen – warum sollten wir das verteidigen? Für uns ist klar: Die EU ist nicht perfekt. Aber in Zeiten nationaler Egoismen ist sie ein einzigartiges Modell, das für Kooperation, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit steht. Sie hat über Jahrzehnte den Frieden in Europa gesichert und ihren Bürger*innen neue Freiheiten geschenkt.

Und doch muss sich die EU ändern, wenn sie weiter bestehen will. Wir wollen ein Europa, das für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz streitet. Unser Europa lebt vom Zusammenhalt. Unser Europa treibt den ökologischen Wandel voran und ermöglicht eine klimagerechte Landwirtschaft. Kurz: Unser Europa steht für das, was die Rechten uns nehmen wollen.

Für dieses Europa stehen wir am 19. Mai Seite an Seite. Von Stockholm bis Wien, von Paris bis Bukarest: So eine enorme Mobilisierung ist für uns eine ganz neue Aufgabe. Mit Ihrer Spende können wir Millionen Menschen von unserer Vision von Europa begeistern – und sie überzeugen, den Nationalismus abzuwählen. Schon mit 5 Euro bringen Sie unseren Plan nach vorne!

Spenden Sie hier und machen Sie die Europa-Demos möglich https://session.campact.de/v1/softlogin ... 3Drandom-b
Ich kann heute leider nicht spenden
Herzliche Grüße
Victoria Gulde, Campaignerin
Christoph Bautz, Geschäftsführer

PS: In Deutschland lag die Wahlbeteiligung bei der jüngsten Europawahl mit knapp 48 Prozent über dem europäischen Durchschnitt – das heißt aber auch, dass über die Hälfte der Deutschen nicht gewählt hat.[2] Um unser Europa zu gestalten, müssen wir mehr sein. Bei der Bundestagswahl 2017 machten 76 Prozent ihr Kreuz. Da wollen wir hin. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, die Europäer*innen für unsere Vision zu begeistern.


Falls Sie das bevorzugen, können Sie Ihre Spende auch direkt auf unser Aktionskonto überweisen.

Campact e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE13 2512 0510 6980 0611 31
BIC BFSWDE33HAN


Bild

Benutzeravatar
Anne
Beiträge: 6206
Registriert: Sa 29. Apr 2017, 12:30
Wohnort: Schermbeck

F1 WebTipp
Formel 1 Punkte : 0
Keine Platzierung
(0 von 0 Rennen getippt)

Re: Campact

Beitrag von Anne » Fr 5. Apr 2019, 16:55

Ein Europa für Alle

Die Europawahl entscheidet über die Zukunft der EU: Denn Nationalist*innen wollen sie von innen zerstören. Am 19. Mai – eine Woche vor der Wahl – stellen wir uns ihnen in sieben Städten entgegen. Das klappt nur, wenn wir richtig viele sind: Bestellen Sie jetzt Flyer, Plakate und Aufkleber und helfen Sie uns, die Demos überall bekannt zu machen.



der Berliner Alexanderplatz ist prall gefüllt. Auf der Kölner Rheinbrücke drängen Tausende zur Deutzer Werft. Sprechchöre schallen durch die Stuttgarter Innenstadt: „Nationalismus abwählen“. In München haben zig Menschen selbst bemalte Plakate dabei – und zeigen so, wie sie sich ihr Europa wünschen. Überall in Deutschland setzen sich Bürger*innen gleichzeitig in Bewegung – bunt und friedlich.

Der 19. Mai wird unser Tag: In Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart rufen Zehntausende dazu auf, bei der Europawahl – eine Woche später – Nationalismus abzuwählen.[1] Gemeinsam setzen wir uns für ein anderes Europa ein: solidarisch und demokratisch, sozial und ökologisch.

Jetzt heißt es: Zehntausende auf die Straße bringen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Flyer und Plakate sind gedruckt – und wollen jetzt überall im Land verteilt werden. Ob ein Plakat im Fenster, ein Flyer in der Kantine oder ein Aufkleber am Gartenzaun – machen Sie Ihre Freund*innen, Kolleg*innen und Nachbar*innen auf die Demos aufmerksam. Bestellen Sie gleich hier Ihr kostenloses Mobilisierungspaket – und machen Sie die Demos gemeinsam mit uns richtig groß.


Die Demos sind nur der Auftakt zu einer noch nie dagewesenen europaweiten Mobilisierung. Denn auch in anderen europäischen Städten haben wir Mitstreiter*innen. Von Stockholm bis Wien, von Amsterdam bis Sofia finden Kundgebungen, Picknicks und Festivals statt – und bringen Menschen für ein neues Europa zusammen.

Hinter uns steht ein Bündnis aus über 90 Organisationen und Initiativen: Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften, Sozialverbände, Umweltorganisationen, Seenotretter*innen und viele mehr. Wir alle sind davon überzeugt: Gemeinsam erreichen wir mehr als mit nationalen Alleingängen. Überall in Deutschland organisieren sich Gruppen und Initiativen, um die Demos mit Leben zu füllen.

Für uns ist das die größte zivilgesellschaftliche Mobilisierung, die wir je versucht haben: Demos in sieben Städten und viele weitere in ganz Europa. Uns bleiben nur noch sechs Wochen, um richtig viele Menschen auf die Straße zu holen. Das geht nur mit Ihnen: Mit Ihrer Hilfe können wir die Demos richtig groß machen – bestellen Sie gleich hier kostenlos Flyer, Plakate und Aufkleber.

Klicken Sie hier und bestellen Sie kostenlos ein Aktionspaket
https://www.campact.de/europa/plan/mate ... gZjaVi6F8s
Herzliche Grüße
Victoria Gulde, Campaignerin

PS: Nehmen Sie bei Ihrem nächsten Termin doch einfach Flyer mit, die Sie dort verteilen. Ob in der Gemeinderatssitzung, auf den Demos zum 1. Mai oder bei der Skatrunde – helfen auch Sie uns, die Demos groß zu machen. Bestellen Sie hier Ihr Materialpaket.


Bild

Benutzeravatar
Anne
Beiträge: 6206
Registriert: Sa 29. Apr 2017, 12:30
Wohnort: Schermbeck

F1 WebTipp
Formel 1 Punkte : 0
Keine Platzierung
(0 von 0 Rennen getippt)

Re: Campact

Beitrag von Anne » Sa 6. Apr 2019, 18:08

Keine Strafe für Klimastreiks

Zehntausende Schüler*innen demonstrieren für den Klimaschutz. Doch die Verantwortlichen handeln nicht – viele attackieren die Jugendlichen. Jetzt folgt der nächste Angriff: Strafen sollen die Schulstreiks beenden. Darum brauchen die jungen Menschen jetzt Ihre Unterstützung: Bitte unterzeichnen Sie unseren Solidaritätsappell!


Hallo

Strafen für Streiks: Erst haben viele die protestierenden Schüler*innen belächelt und beleidigt. Nun drohen Politiker*innen mit härteren Mitteln. Mehrere Landesregierungen erwägen Strafen.[1] Selbst der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann befürwortet Sanktionen und meint, die Proteste müssten „ein Ende finden“.[2] Und auch die Diskussion über Bußgelder an einer Münchener Schule schüchtert viele Jugendliche ein.[3]

Seit Monaten gehen die Jugendlichen Freitag für Freitag auf die Straße – jede Woche sind sie in den Nachrichten. Vielen Politiker*innen macht das offenbar Angst. Anstatt endlich etwas für den Klimaschutz zu tun, verunsichern sie die Schüler*innen mit Strafdrohungen. Dabei sind die jungen Menschen unsere große Hoffnung: Mit ihnen wächst eine Bewegung heran, die den jahrzehntelang ignorierten Klimaschutz endlich zum politischen Großthema macht.

Mit einem Solidaritätsappell zeigen wir: Wir sind bei Euch! Wenn Politiker*innen die Schulstreiks weiter verunglimpfen, wollen wir mit unserem Appell an der Seite der Schüler*innen stehen. Je mehr wir sind, desto deutlicher wird: Sanktionsdrohungen machen die Klimastreiks nur noch stärker. Wir fordern: Die Politik soll endlich das Klima schützen. Dann können die Jugendlichen auch zurück zur Schule. Bitte unterstützen Sie die Schüler*innen mit Ihrer Unterschrift.


Luisa, Jakob, Linus – was Greta Thunberg im August in Schweden begann, führen sie und Hunderttausende andere in Deutschland fort. Vor wenigen Wochen waren 300.000 gleichzeitig auf der Straße – es sind die größten Klimaproteste, die es hier bislang gab. Die Schulstreiks der Fridays-For-Future-Bewegung sind bitter nötig. Denn die Welt steht vor einem Klimakollaps. Die Bundesregierung ignoriert das: Sie vertagt den Klimaschutz auf später – und versagt beim Kohleausstieg.[4]

Statt endlich zu handeln, machen sich Politiker*innen über die Jugendlichen lustig und beleidigen sie. FDP-Chef Christian Lindner kanzelt sie als ahnungslose Kinder ab, die die Politik den Profis überlassen sollten.[5] Bildungsminister*innen von Union und FDP drohen Schüler*innen mit Geldbußen.[6] Die AfD feiert: „Endlich setzt es Konsequenzen für die ‘#FridaysforFuture’-Schulschwänzer!“[7]

Die Erwachsenen lenken ab – damit sie keine Verantwortung übernehmen müssen. Statt die Kinder und Jugendlichen für ihr Engagement zu bestrafen, sollten die Politiker*innen einfach ihren Job machen. Sie müssen die selbst gesteckten Klimaziele erreichen. Solange die Erwachsenen nicht handeln, haben die Schüler*innen jedes Recht, für ihre Zukunft auf die Straße zu gehen. Bitte erklären Sie sich mit den jungen Menschen solidarisch und unterzeichnen Sie unseren Appell!

Hier klicken und Solidaritätsappell unterzeichnen https://session.campact.de/v1/softlogin ... 3Drandom-b
Herzliche Grüße
Annemarie Großer, Campaignerin
Lynn Gogolin-Grünberg, Campaignerin

PS: Mehr als 26.800 Wissenschaftler*innen schließen sich den Jugendlichen an: „Die jungen Menschen fordern zu Recht, dass sich unsere Gesellschaft ohne weiteres Zögern auf Nachhaltigkeit ausrichtet.“[8] Zeigen auch Sie: Wer für das Klima eintritt, soll dafür nicht bestraft werden!


Bild

Benutzeravatar
Anne
Beiträge: 6206
Registriert: Sa 29. Apr 2017, 12:30
Wohnort: Schermbeck

F1 WebTipp
Formel 1 Punkte : 0
Keine Platzierung
(0 von 0 Rennen getippt)

Re: Campact

Beitrag von Anne » Do 11. Apr 2019, 15:52

Fakten müssen her

Daten, Zahlen, Fakten – darum geht es jetzt bei unserer Kampagne gegen Hate Speech im Netz. Als in Hessen unsere Studie die immense Größe des Problems aufdeckte, reagierte die Politik. Das war ein Erfolg. Doch jetzt brauchen wir repräsentative Ergebnisse auch für ganz Deutschland – damit wir überall vorankommen. Bitte machen Sie sich jetzt stark gegen Hate Speech – und spenden Sie für die bundesweite Studie.


von den 6,2 Millionen Hess*innen haben bereits 2 Millionen im Netz Hasskommentare gesehen – und 51 Prozent äußern deshalb seltener ihre politische Meinung.[1] Das sind erschreckende Zahlen. Sie kamen 2018 durch unsere Studie zu Hate Speech in Hessen ans Licht. Zahlen, die der hessischen Koalition zeigten: Wir müssen endlich handeln. So kam Hate Speech in den schwarz-grünen Koalitionsvertrag.

Was in Hessen funktioniert hat, möchten wir jetzt in allen anderen Bundesländern wiederholen. Mit einer bundesweiten Studie wollen wir eine belastbare Grundlage für die Diskussion zum Thema Hass im Netz in ganz Deutschland schaffen. Die Zeit drängt: Bereits Anfang Juni kommen alle Landesjustizminister*innen zu ihrer ersten Konferenz 2019 zusammen – das ist genau der richtige Zeitpunkt, um die Ergebnisse der Studie medienwirksam vorzustellen.

Allerdings ist eine bundesweite Studie ein riesiger Aufwand: Tausende Menschen müssen befragt werden. Das kostet 50.000 Euro – wir brauchen Ihre Unterstützung. Unsere Bitte an Sie: Schaffen Sie Fakten in Sachen Hate Speech – und spenden Sie jetzt für die Studie. Schon mit 5 Euro helfen Sie enorm!


Alle 30 Sekunden trifft eine Frau auf Twitter der Hass.[2] Neben Frauen erwischt es häufig Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen aus gesellschaftlichen Minderheiten. Im Netz entgleisen die Diskussionen, so genannte Hater („Hasser“) beschimpfen und beleidigen wüst ihre Gegner*innen. Die Folgen sind für die Betroffenen psychisch gravierend.

Und die durch Hass zerstörten Debatten schaden auch unserer Demokratie. Entsteht der Eindruck, dass eine Mehrheit hasserfüllt ist, ziehen sich die konstruktiven Stimmen aus dem Dialog zurück, überlassen die Kommentarspalten den Hatern.[3]

Raus aus dieser Entwicklung kommen wir nur, wenn im Netz endlich die gleichen Regeln gelten wie im „echten“ Leben. Volksverhetzung, üble Nachrede, Beleidigung: Wer auf der Straße andere beschimpft oder sie mit Hasstiraden überzieht, muss mit harten Strafen rechnen.

Diese Regeln auch im Netz durchzusetzen, ist Aufgabe der einzelnen Bundesländer und ihrer Justizminister*innen. Wir wollen ihnen zeigen, wie viele Menschen vom Hass im Netz betroffen sind und was der Hass mit den Menschen und den Debatten macht. Damit sie endlich einschreiten. Spenden Sie jetzt und ermöglichen Sie die wissenschaftliche Grundlage für unsere Arbeit gegen Hate Speech. Schon mit 5 Euro bringen Sie die Kampagne weit nach vorne!

Bitte spenden Sie hier und jetzt für die Studie https://session.campact.de/v1/softlogin ... 3Drandom-c
Ich kann heute leider nicht spenden
Herzliche Grüße
Ihr Campact-Team

PS: Prozessrisiko, Vorkasse, lange Rechtsstreits: Betroffene von Hass im Netz können nur mühsam ihr Recht gegen die Täter*innen durchsetzen. Damit möglichst viele Menschen ihr Klagerecht wahrnehmen, fordern wir eine Vereinfachung der Rechtswege. Um den Justizminister*innen zu zeigen, wie groß das Problem ist, brauchen wir belastbare Zahlen. Unterstützen Sie darum bitte die bundesweit erste repräsentative Studie zum Thema Hass im Netz.


Bild

Benutzeravatar
Dragon
Beiträge: 7443
Registriert: Sa 29. Apr 2017, 12:32
Wohnort: Schermbeck

F1 WebTipp
Formel 1 Punkte : 0
Keine Platzierung
(0 von 0 Rennen getippt)

Re: Campact

Beitrag von Dragon » Sa 13. Apr 2019, 11:36

diese Kampagne wurde gerade auf WeAct – der Petitionsplattform von Campact – gestartet. Wenn Sie die Petition unterstützen möchten, können Sie hier unterzeichnen:

Direkt weiter zur Petition...
Für einen wöchentlichen ZDF/ARD Talk zur Klimakrise

An: An die Programmverantwortlichen und Mitglieder der Aufsichtsgremien von ARD und ZDF

Gestartet von: Hans-Hermann Hirschelmann

Wir brauchen einen wöchentlichen Fernsehtalk, der nicht nur ein Abbild der Wirklichkeit ist, sondern Wirklichkeit gestalten will: einen Talk for Future, bei dem Wissenschaft im Zentrum steht und es ausschließlich um gute Ideen zur Bewältigung der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts geht.

Die Unterzeichner*innen der Petition erwarten, dass die Programmverantwortlichen sich mit einschlägig arbeitenden Wissenschaftler*innen beraten und mit ihnen gemeinsam ein entsprechendes Konzept erarbeiten, das sie noch vor der Sommerpause der Öffentlichkeit vorstellen.

„Nicht zuletzt die Reden Greta Thunbergs auf der Klimakonferenz in Katowice und die Fridays for Future Schulstreiks in bereits über 120 Ländern haben deutlich gemacht: Business as usual ist zu einer ernsten Bedrohung geworden. Alle Instanzen der Gesellschaft müssen die globale Erwärmung und andere Symptome eines unbeherrschten globalen Stoffauschtausches als die – letztlich – für alle existenzbedrohende Krise behandeln, die sie tatsächlich sind.

Die mit dem Industriezeitalter einsetzende Verstärkung des Treibhauseffektes hat bereits zu einer Erwärmung von 1 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau geführt, und schon sind die Folgen nicht mehr zu übersehen. Ab 1,5 Grad wird nach dem heutigen Stand der Wissenschaft mit dem Absterben der Korallenriffe gerechnet mit unübersehbaren Konsequenzen für die Entwicklung der Fischpopulation. Jedes Zehntelgrad verstärkt die Gefahr des Überschreitens von Kipppunkten, die nicht mehr beherrschbare Rückkopplungen in Gang setzen, in dessen Verlauf etwa der Meeresspiegel um mehrere Meter steigen könnte. Das mit dem Abkommen von Paris beschlossene Ziel, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad, möglichst 1,5 Grad zu begrenzen, ist schon ein Kompromiss zwischen Notwendigkeit und politischer Opportunität.

Die öffentlich-rechtlichen Anstalten haben seit Beginn der öffentlichen Diskussion um den anthropogenen Treibhauseffekt gegen Ende der 1980er Jahre einiges zur Aufklärung geleistet. Talkshows aber haben das Thema fast vollkommen ausgeklammert oder haben, einem schematischen Verständnis von Ausgewogenheit folgend, die Gefahr heruntergeredet. Das muss sich ändern.“

Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist keine Kampagne von Campact. Wir haben Sie und weitere zufällig ausgewählte Campact-Unterstützer*innen angeschrieben, um zu sehen, was Sie von der Petition halten. Ob wir die Petition weiteren Campact-Unterstützer*innen empfehlen, hängt auch von Ihrer Teilnahme ab. Wenn Ihnen das Thema wichtig ist, unterzeichnen Sie bitte und leiten Sie die Petition an Freundinnen und Freunde weiter.

Unterstützen Sie das Anliegen von Hans-Hermann Hirschelmann?

Zum Unterzeichnen klicken Sie bitte hier... https://session.campact.de/v1/softlogin ... tions%252F


Vielen Dank und herzliche Grüße
Ihr Campact-Team


Bild

Benutzeravatar
Michael
Beiträge: 8492
Registriert: Mo 24. Apr 2017, 12:39
Wohnort: Schermbeck/Niederrhein
Kontaktdaten:

F1 WebTipp
Formel 1 Punkte : 0
1. Platz
(1 von 0 Rennen getippt)

Re: Campact

Beitrag von Michael » Di 16. Apr 2019, 12:51

dieser Sommer wird anders: Wir verändern die Welt – mit Planspiel statt Protestaktion, mit Flipchart statt Flashmob und Workshops statt Wahlkampf: Anfang September lädt Campact junge Engagierte und Aktive zum Trainingslager nach Verden ein.

Wir wollen das Handwerkszeug weitergeben, das Campact-Kampagnen erfolgreich macht. Von Strategieentwicklung bis Social Media, von Pressearbeit bis hin zur Demo-Organisation zeigen wir: So bewegen Bürger*innen Politik. Zehn Tage lang teilen wir Erfahrungen aus unserer Arbeit und üben gemeinsam, wie man eine Kampagne plant. Teil des Programms sind auch Vorträge von Gast-Referent*innen – zum Beispiel von Netz-Aktivistin Kübra Gümüsay.

Mit dem Trainingslager stärken wir junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahre, die sich für progressiven Wandel einsetzen wollen: Protest-Erprobte von #FridaysForFuture ebenso wie Kampagnen-Neulinge. Was vom 30. August bis zum 8. September 2019 in Verden genau passieren soll, erklären wir in einem kleinen Video.

Wenn hier kein Bild angezeigt wird, müssen Sie die Anzeige von Bildern freischalten!
Sie sind zwischen 18 und 30 und wollen dabei sein? Dann bewerben Sie sich direkt – die Anmeldefrist endet am 12. Mai. Falls Sie schon über 30 Jahre sind, aber Menschen kennen, für die das Trainingslager interessant sein könnte, leiten Sie diese E-Mail gern weiter.

Hier erfahren Sie alles über das Trainingslager https://campact.org/trainingslager
Herzliche Grüße
Lisa Reichmann und Chris Methmann, Teamleitung Kampagnen


Bild
Einige Leute fragen nach dem Geheimnis unserer immer noch glücklichen Ehe.
Wir nehmen uns zweimal in der Woche Zeit, gut essen zu gehen, tanzen, Zärtlichkeiten austauschen...
Sie Dienstags, ich Freitags.;)

Bild
Bild

Benutzeravatar
Anne
Beiträge: 6206
Registriert: Sa 29. Apr 2017, 12:30
Wohnort: Schermbeck

F1 WebTipp
Formel 1 Punkte : 0
Keine Platzierung
(0 von 0 Rennen getippt)

Re: Campact

Beitrag von Anne » Mi 24. Apr 2019, 11:40

Bayer führt endlose Gerichtsprozesse gegen Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Bayers Pestizide sind fürs weltweite Bienensterben mitverantwortlich. Und durch die Übernahme von Monsanto hat Bayer fast Monopolstellung auf dem Markt erhalten.

All das geschieht unter der Leitung einer Person: Werner Baumann, Geschäftsführer von Bayer-Monsanto. Höchste Zeit, dass er zurücktritt.

Helfen Sie, damit das passiert. Diesen Freitag, den 26. April, sind wir bei Bayers Jahreshauptversammlung. Unsere Botschaft: Baumanns Handeln ist eine Gefahr -- für Menschen, Umwelt und Bayers Ruf. Mit dieser Petition zeigen wir, dass tausende Menschen wie Sie diese Meinung teilen.

Fordern Sie den Rücktritt vom Bayer-Chef Werner Baumann!

Wir wissen, dass auch einige Bayer Aktionär*innen nicht mehr hinter Baumann stehen. Nachdem der Chemieriese wegen Glyphosat zu Schadensersatz von mehreren Millionen Dollar verurteilt wurde, macht das Gerücht von einem “Putsch” der Investor*innen die Runde.

Als Baumann im Jahr 2016 den Chefsessel von Bayer übernommen hat, war seine erste Priorität die Fusion mit Monsanto. Bayer-Monsanto sollte zum größten und gefährlichsten Agrarkonzern der Welt werden.

Durch die Übernahme hat Baumann die Kontrolle über das giftige Glyphosat erhalten. Der Chemiekonzern leugnet dessen krebserregende Wirkung, obwohl die Gerichte eine andere Sprache sprechen. Unter Baumanns Leitung weigert sich Bayer Schadensersatz an Glyphosat-Opfer wie Dewayne “Lee” Johnson zu zahlen.

Gleichzeitig steckt der Chemieriese Unsummen in die Lobbyarbeit, um das EU-Verbot von bienenschädlichen Neonikotinoiden aufzuheben, welches SumOfUs-Mitglieder wie Sie im letzten Jahr hart erkämpft haben.

Für all das soll Baumann nun auch noch belohnt werden -- mit einer Bonuszahlung in Höhe von 1,7 Millionen Euro für das Jahr 2018.

Werner Baumann ist eine Gefahr: Fordern Sie seinen Rücktritt!

SumOfUs-Mitglieder wie Sie haben Bayer von Beginn an die Stirn geboten -- zum Schutz unserer Bienen, unserer Lebensmittelversorgung und unserer Gesundheit.

Eine ähnliche Situation gab es schon einmal: Über 70.000 SumOfUs-Mitgliedern wie Sie haben es geschafft, dass Travis Kalanick, der kontroverse Geschäftsführer von UBER, gehen musste.

Bayers Aktie befindet sich seit dem letzten Gerichtsurteil auf Absturzkurs. Die Zeit ist reif für einen Wechsel an der Spitze von Bayer. Damit der Chemieriese Menschen und Umwelt schützt, statt schnellen Gewinnen hinterherzujagen. Es bleiben uns nur noch wenige Tage -- unterschreiben Sie die Petition, damit Bayer zur Vernunft kommt?

Bayer-Chef Werner Baumann: Treten Sie jetzt zurück!


Petition Unterzeichnen http://act.sumofus.org/go/451383?t=8&ak ... 6%2EUfLiGy

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Anne und das Team von SumOfUs


Bild

Antworten

Zurück zu „Aktive Beteiligung“