Eltern im Internierungslager und wohin werden die Kinder gebracht? In der USA
Verfasst: Di 24. Apr 2018, 08:33
Florian Harms
Es gehört in eine ganz eigene Kategorie seelischer Grausamkeit, Menschen ihre Kinder wegzunehmen. Die Szenen könnten einem Albtraum entstammen: Ein Grenzübergang, es gibt Probleme bei der Einreise. Uniformierte erscheinen und führen die Kinder zu einem Fahrzeug – dann sind sie fort. Monate der Ungewissheit folgen, während man in einem Internierungslager festgehalten wird. Nein, ich schreibe nicht über Afrika oder Arabien, sondern über: die USA.
Mehr als 700 solcher Fälle hat die "New York Times" aufgedeckt, an der US-Grenze zu Mexiko. John F. Kelly, Stabschef im Weißen Haus, hatte die Idee ins Spiel gebracht, um Einwanderer aus Mittelamerika "abzuschrecken". Trump fand es super, doch offizielle Politik ist daraus bisher nicht geworden. Stattdessen hat eine fehlgeleitete Kinderschutzmaßnahme zum rigorosen Vorgehen der Behörden beigetragen. Immigranten mit Kindern sollten bevorzugt behandelt werden – manche brachten daraufhin fremde Kinder mit. Familien können jetzt nur noch hoffen, dass die Grenzer ihnen glauben. Sonst sind die Kinder weg. (engl.).
Es gehört in eine ganz eigene Kategorie seelischer Grausamkeit, Menschen ihre Kinder wegzunehmen. Die Szenen könnten einem Albtraum entstammen: Ein Grenzübergang, es gibt Probleme bei der Einreise. Uniformierte erscheinen und führen die Kinder zu einem Fahrzeug – dann sind sie fort. Monate der Ungewissheit folgen, während man in einem Internierungslager festgehalten wird. Nein, ich schreibe nicht über Afrika oder Arabien, sondern über: die USA.
Mehr als 700 solcher Fälle hat die "New York Times" aufgedeckt, an der US-Grenze zu Mexiko. John F. Kelly, Stabschef im Weißen Haus, hatte die Idee ins Spiel gebracht, um Einwanderer aus Mittelamerika "abzuschrecken". Trump fand es super, doch offizielle Politik ist daraus bisher nicht geworden. Stattdessen hat eine fehlgeleitete Kinderschutzmaßnahme zum rigorosen Vorgehen der Behörden beigetragen. Immigranten mit Kindern sollten bevorzugt behandelt werden – manche brachten daraufhin fremde Kinder mit. Familien können jetzt nur noch hoffen, dass die Grenzer ihnen glauben. Sonst sind die Kinder weg. (engl.).
